Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

UWG appelliert per Antrag an den Rat, das Kulturbürgerhaus im Ortskern zu bauen

mlzKultur in Südlohn

Der Rat diskutiert auf Antrag der UWG am Mittwochabend wieder über einen Standort für das Kulturbürgerhaus. Die CDU lässt sich vorab nicht in die Karten schauen.

Südlohn

, 08.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Das geplante Kulturbürgerhaus kommt noch einmal auf die Tagesordnung der Südlohner Politik. Die UWG beantragt zur Ratssitzung am Mittwochabend, noch einmal über den Standort zu entscheiden. Und appelliert gleichzeitig an die anderen Ratsmitglieder sich für den Standort am „Alten Vereinshaus“ zu entscheiden.

Trägerverein fürchtet Auswirkungen der langen Diskussion

Manfred Wanning, Vorsitzender des Trägervereins Kulturbürgerhaus, hatte sich per E-Mail unter anderem an Fraktionsspitzen und Verwaltung gewandt. Darin berichtete er davon, dass unter anderem das Kreisorchester und das Kreisjugendorchester signalisiert hatten, sich einen anderen Standort zu suchen, da nicht abzusehen sei, wann das Kulturbürgerhaus in Südlohn gebaut werde. Beide Orchester suchten demnach jedoch zeitnah einen neuen Probenstandort und seien fest in den Betrieb in Südlohn eingeplant.

Jetzt lesen

Von Seiten der CDU als stärkste Kraft im Südlohner Rat gibt es für diese Argumentation jedoch nur wenig Unterstützung. „Wir sollten einen Schritt nach dem anderen machen“, sagt CDU-Ortsverbandsvorsitzender Michael Schichel auf Nachfrage. Demnach soll die Verwaltung erst ein Gespräch mit der Bezirksregierung führen, um die generelle Förderfähigkeit des Gesamtprojekts zu erörtern. Dennoch wollte auch Schichel der Ratssitzung am Mittwochabend nicht vorgreifen. „Erst einmal müssen wir den Rat abwarten“, sagte er zu einer möglichen Abstimmung über den UWG-Antrag.

Abstimmung in der vergangenen Ratssitzung

In der Ratssitzung im April hatten CDU und Grüne dafür gestimmt, zunächst zwei Standorte für das Kulturbürgerhaus zu untersuchen: den im Ortskern sowie einen auf dem Schulgelände der Hans-Christian-Andersen-Grundschule. Für die gesamte Prüfung erwartet die Verwaltung Kosten von rund 102.500 Euro. Dazu käme noch eine geforderte Wirtschaftlichkeitsprüfung für rund 10.000 Euro pro Standort.

Davon abgesehen gibt es auf der Tagesordnung noch zwei weitere Punkte, über die diskutiert wird:

  • Die Politik soll erneut über die Digitalisierung an den Grundschulen sprechen. Zwar hatten Ausschuss und Rat schon für eine Investition gestimmt. Bisher ist aber noch nicht genau klar, welche Fördermittel dafür in Frage kommen. Gleichzeitig soll die Erneuerung der digitalen Medien in den Klassenräumen aber vorangebracht werden. Die Verwaltung stellt der Politik nun die Frage, ob eine Investition von 56.000 Euro in sogenannte Activeboards für die Grundschule Oeding für dieses Jahr auch ohne Fördermittel erfolgen soll.
  • Die Verwaltung schlägt vor, bei den Beamten zwei Stellen der Besoldungsgruppe A10 neu einzurichten. Eine sei als Ersatz für eine andere Stelle, eine sei zusätzlich vorgesehen. Alternativ könnten diese Stellen auch bei den tariflich Beschäftigten eingerichtet werden. Dort sind von der Verwaltung außerdem noch einmal 3,8 zusätzliche Stellen gewünscht. Etwa weil weitere Aufgaben übertragen wurden oder weil zusätzlicher Bedarf im Bürgerservice bestehe. Den zusätzlichen Aufwand für diese Änderungen schätzt die Verwaltung auf rund 88.000 Euro – sollte die Planung zur Jahresmitte umgesetzt werden.

Die Sitzung beginnt am Mittwoch, 8. Mai, um 18 Uhr im Ratssaal, Winterswyker Straße 1.

Lesen Sie jetzt