Verkehr soll fließen

Südlohn Den Aus- und Umbau von Straßen und Gehwegen sowie deren Beleuchtung lässt sich die Gemeinde auch 2008 wieder einiges kosten. Ein Blick in den Etatentwurf zeigt: Die Ausgaben für Bau-, Wohnungswesen und Verkehr steigen erheblich.

10.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

<p>Der häufig schwergewichtige Verkehr in der Daimlerstraße soll künftig reibungslos fließen. Für den Ausbau hat die Gemeinde 275 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Bütterhoff</p>

<p>Der häufig schwergewichtige Verkehr in der Daimlerstraße soll künftig reibungslos fließen. Für den Ausbau hat die Gemeinde 275 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Bütterhoff</p>

Waren im Vorjahr 277 000 Euro für Maßnahmen in diesen Bereichen veranschlagt worden, belaufen sich die Ausgaben - wie im Vermögenshaushalt nachzulesen - in diesem Jahr den Plänen gemäß auf rund 465 000 Euro. Nicht gestiegen sind auf der anderen Seite die Einnahmen. Sie sind im Gegenteil um 37 500 Euro auf 214 900 Euro gesunken. Die Folge: Die Gemeinde muss tiefer in den kommunalen Geldbeutel greifen, um die Pläne zu realisieren. Während so 2007 ein verhältnismäßig geringer Zuschuss in Höhe von 24 600 Euro fällig war, beläuft sich dieser nun auf 250 200 Euro.

Straßen größter Brocken

Der größte Brocken der rund 455 000 Euro - mehr als die Hälfte - entfällt auf den Endausbau im Gewerbegebiet Pingelerhook I. Bereits im September vergangenen Jahres hatten sieben Betriebe an der Daimlerstraße den Antrag gestellt, mit dem endgültigen Ausbau der Straße noch kurzfristig im Herbst zu beginnen. Der Grund: Wegen des zunehmenden Verkehrs habe die provisorische Asphaltdecke bereits Schäden davon getragen, weitere seien zu befürchten.

Anliegerkosten waren bereits beim Erwerb der Flächen entrichtet worden. Da jedoch keine Mittel in den vergangenen Haushalt eingestellt waren, konnte die Maßnahme auch nicht kurzfristig umgesetzt werden. Dies soll nun nachgeholt werden: 275 000 Euro sollen nun für den Ausbau der Straße bereit stehen. Nicht nur eine bessere Strecke sollen Verkehrsteilnehmer dort künftig nutzen können, sondern auch bessere Sicht haben. Wie im vergangenen Jahr sind 10 000 Euro für Beleuchtung eingeplant. Mit 90 000 Euro schlägt die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt an der B70 zu Buche. Rund zwei Drittel der Kosten werden jedoch durch Landesmittel gedeckt, so dass sich der Anteil der Gemeinde auf 22 500 Euro beläuft (Münsterland Zeitung berichtete). Ebenfalls unter Einnahmen verbucht werden können 118 000 Euro an Erschließungsbeiträgen für die Lohner Straße, die bereits 2007 erneuert wurde.

Endabrechnung für K14

Noch zahlen muss die Gemeinde 2008 für ein bereits abgeschlossenes Projekt. Zwar ist die K14 im Gewerbegebiet Robert-Bosch-Straße schon vor Jahren ausgebaut worden. Erst jetzt hat die Gemeinde jedoch die Endabrechnung für die gemeinsam mit dem Kreis erstellte Maßnahme bekommen. Der von der Bezirksregierung Münster ermittelte Kostenpunkt: rund 47 000 Euro. kh

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