Viel bleibt noch zu tun: Neue Wählergruppe in Südlohn will mit ersten Ideen punkten

mlzKommunalwahl 2020

Sechs Wochen nach der Gründung liefert die „WSO – Offene Einwohnerbeteiligung“ erste Ideen für die Gemeinde Südlohn: Es geht erstmal um den Bürgerbus und den Internetauftritt der Verwaltung.

Südlohn

, 06.01.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die „WSO – Offene Einwohnerbeteiligung“ hat sich vor sechs Wochen in Südlohn gegründet. Bis zur Kommunalwahl am 13. September 2020 bleiben noch 36 Wochen Zeit und jede Menge Arbeit.

Mit ersten Anregungen wollen sich die Mitglieder schon jetzt in die Themen in Südlohn und Oeding einbringen: Zwei Anträge haben Helmut Schroer und Kai Hartmann vom Vorstand der WSO zum Jahreswechsel am Rathaus abgegeben.

Online gibt es für die Gemeinde Südlohn noch viel zu tun

Die Internetseite der Gemeinde sowie deren Auftritt in den Sozialen Medien soll dringend überarbeitet werden. Einerseits sollen Nutzer der Seite schneller zu den entsprechenden Inhalten gelangen: „Eine schnelle Lokalisierung des Surf-Ziels ist kaum machbar, es sei denn man hat sich bereits mit der Internetseite befasst“, begründet Kai Hartmann seinen Antrag. Genau das widerspreche aber aktuellen Standards für eine Internetseite.

Auch die Auftritte der Gemeinde in den Sozialen Medien sieht er kritisch. Eine Verlinkung von der Seite der Gemeinde führt momentan beispielsweise nur auf das persönliche Facebook-Profil von Bürgermeister Christian Vedder. Auch da sieht die WSO dringenden Verbesserungsbedarf. Die Gemeinde solle einen eigenen Account einrichten und betreiben.

Gleichzeitig möchte die WSO ein digitales Beschwerdemanagement einrichten lassen. Beispiele dazu nennt die Gruppe etwa aus Ahaus: Dort ist es möglich online oder sogar per App verschiedene Beschwerden oder Anregungen an die Verwaltung zu richten. Derzeit müsse in Südlohn noch ein entsprechendes Formular heruntergeladen, handschriftlich ausgefüllt und bei der Verwaltung abgegeben werden. Für die WSO ein unzeitgemäßer Aufwand.

Bürgerbus soll für Südlohner und Oedinger kostenlos fahren

Aber auch abseits digitaler Medien hat die WSO erste Ideen eingereicht: So solle der Bürgerbus in der Gemeinde zukünftig kostenlos fahren. „Die Auslastung ist aktuell nicht so gut, wie sie sein könnte“, erklärt Helmut Schroer. Durch den Verkauf von Fahrkarten würden pro Jahr rund 6000 Euro eingenommen. „Auf das Geld könnte die Gemeinde auch verzichten und den Bürgerbusverein entsprechend zusätzlich bezuschussen“, erklärt er. Kostendeckend sei der Betrieb so ohnehin nicht.

Würde der Bürgerbus zukünftig kostenlos fahren, geht die WSO davon aus, dass sich die Nutzung noch einmal deutlich erhöhen würde. „Gerade den jungen und älteren Menschen in unserer Gemeinde könnten wir so ermöglichen, zischen den Ortsteilen und in die Nachbargemeinden zu pendeln“, erklärt Helmut Schroer.

Die kostenlose Nutzung soll allerdings nur Südlohnern und Oedingern ermöglicht werden. Auswärtige Fahrgäste sollen laut Vorschlag der WSO auch in Zukunft den regulären Fahrpreis bezahlen.

Vorbereitungen für die Kommunalwahl haben begonnen

Auch für die Kommunalwahl selbst laufen die Vorbereitungen bei der WSO schon. Kandidaten für die 13 Wahlbezirke seien schon in der engeren Auswahl. Definitiv beschlossen ist die Liste aber noch nicht. „Wir sind aktuell noch auf der Kandidatensuche für die Wahlbezirke“, schränkt Helmut Schroer ein. In der kommenden Woche soll die Liste konkretisiert werden. Anfang Februar ist auch noch eine Mitgliederversammlung geplant.

Die Ziele und das Engagement der WSO kämen in der Gemeinde aber schon gut an: „Aktuell verbreitet sich viel über Mund-zu-Mund-Propaganda“, erklärt Helmut Schroer. Mit durchaus positiver Resonanz: „Die Menschen finden gut, dass wir etwas in der lokalen Politik bewegen wollen“, erklärt er.

Weitere Inhalte sollen noch folgen

Weitere Inhalte kann die Gruppe derzeit noch nicht nennen. Auch Internetseite oder Auftritte in sozialen Medien wie Facebook oder Instagram sind im Moment noch im Aufbau.

Nach der anstehenden Mitgliederversammlung und einem zusätzlichen Vorstandstreffen wollen sich die WSO-Mitglieder auch auf den Weg machen, um die notwendigen Unterschriften für eine Teilnahme an der Kommunalwahl zu sammeln.

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