Viel Ruhe auf der Mai-Meile in Oeding

Regen und große Konkurrenz

Das Sonntags-Erlebnis Oeding hatten sich Sina Tebaay und ihre Mama eigentlich ganz anders vorgestellt. "Irgendwie ist es hier heute sehr leer", beklagten die Bocholterinnen gestern Nachmittag auf der Mai-Meile.

OEDING

24.04.2016, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Großes Angebot, wenig Besucher – das Wetter war sicher auch ein Grund, warum die Menschen lieber in der warmen Stube blieben.Foto: Thomas Hacker

Großes Angebot, wenig Besucher – das Wetter war sicher auch ein Grund, warum die Menschen lieber in der warmen Stube blieben.Foto: Thomas Hacker

Dabei hatten beide hohe Erwartungen mit ihrem Verkauf auf dem Kindertrödelmarkt am Rathaus. "Mit dem Erlös möchte ich mir irgendwann ein größeres Fahrrad kaufen", erklärte die Achtjährige etwas resigniert.

Doch mit diesem Gefühl waren sie bei der gestrigen achten Auflage der Oedinger Mai-Me

ile nicht allein. "Vielleicht liegt es ja am Wetter", versuchte Ingrid Kwak eine Erklärung, die in einer längeren Regenpause mit ihrem Hund unterwegs war. Und wirklich, das kalte Regentief meinte es gestern wirklich nicht gut mit dem kleinen Ortsteil, die zum ersten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres einlud und zudem rund um die Jakobi-Halle beim Grenzland-Pokalwettstreit im Zeichen der Marschmusik stand.

Kleine Überraschungen

Überall gab es sie, die kleinen Überraschungen am Wegesrand zwischen der Grenze sowie der Baumwollstraße. Der Lohn des ausgedehnten Fußmarsches waren dann auch freundliche Worte, angenehme Musik oder die Möglichkeit zur Rast.

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Mai-Meile 2016

Bei der Mai-Meile in Oeding blieb der Besucheransturm aus. Kälte und Regenschauer begleiteten den verkaufsoffenen Sonntag.
24.04.2016
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© Foto: Thomas Hacker
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Gute Geschäfte wollten auch die Kinder mit ihren Flohmarktständen machen.© Foto: Thomas Hacker
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Wie beim Metzger Reiner-Ernst Fischer, der Deftiges dabei hatte. Oder bei Hoeper, wo ein großer Traktor Jungenherzen höherschlagen ließ, während die Eltern sich rund ums Thema Garten beraten wurden.

Doch war dieser Einkaufssonntag wirklich für alle Beteiligten ein Erfolg? "Für die beteiligten Unternehmen lohnt es sich eigentlich nicht. Es ist eher etwas fürs Image", erklärte Dr. Heinrich Bäßmann, Apotheker im Dorf und Mitglied im Gewerbeverein.

Das wohl auch erklärt, weshalb sich nicht alle Unternehmen an der Mai-Meile beteiligten. "Für Oeding, das ja sehr lang gezogen ist, sind mit der Herbst-Meile zwei verkaufsoffene Sonntage vielleicht zu viel", gab Bäßmann zu bedenken.

Oeding hat Potenzial

"Oeding könnte viel mehr aus sich machen", erklärte auch Achim Schneider vom Bistro XXL. Vor "Bruno Kleine" war er mit seinem Angebot weit und breit allein. "Dabei sind wir sozusagen in der Pole Position."

Doch der Sonntag hatte auch seine guten Seiten. Zwar weniger für den "enttäuschten Vorwerkler" Friedhelm Mesken, dessen Frau Bernharde sich schon auf einen entspannten Wochenendausklang freute.

Dafür eher für ein Mädchen-Quartett, dass mit ihre Flohmarktsachen im Schatten des Rathauses ausharrte. "Hier können wir wenigstens in Ruhe quatschen", erklärte Dana Schulz. So wurde für sie, für die Geschwister Kathrin und Mariele Schroer sowie Martina Schmittmann die Mai-Meile doch noch ein Erfolg. Wenn auch kein großer.

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