Wahre Beifallsstürme

Südlohn Kolping-Büttenabend im Haus Terhörne - ein Samstagabend gespickt mit Premieren und durch die Bank ganz großes Kino. Für die vielen närrischen Besucher ein Rundum-Wohlfühl-Abend, der vermutlich zu den besten Karnevalsveranstaltungen gehört, die in jüngster Zeit in der Doppelgemeinde gelaufen sind.

20.01.2008, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Auch wenn es "fromm" anfing - die "Zuckerzicken" legten bei ihrem Tanzprogramm so richtig los zur Freude der vielen gut gelaunten Närrinnen und Narren.  MLZ-Fotos (5) Beining</p>

<p>Auch wenn es "fromm" anfing - die "Zuckerzicken" legten bei ihrem Tanzprogramm so richtig los zur Freude der vielen gut gelaunten Närrinnen und Narren. MLZ-Fotos (5) Beining</p>

Dabei hatten sich die Organisatoren um Hermann Schücker dem allgemeinen Trend des "Aufrüstens" mit prominenten auswärtigen Kräften offenbar ganz bewusst nicht angeschlossen. Warum auch? Alle, die dort am Samstag und gestern Nachmittag auf der Bühne standen und ihr Bestes gaben, rissen ganz selbstverständlich und völlig unverkrampft die Gäste zu wahren Beifallsstürmen hin.

Dicht am Publikum

Zwei Beispiele aus vielen: Franz Telöken hat als Sitzungspräsident eine bekannt lockere Art. Nun stieg er erstmals auch in die Bütt. Wie er immer dicht am Publikum, stets hellwach und unerhört schlagfertig die Kommentare und Reaktionen im Saal in seinen ohnehin urkomischen Vortrag einbezog, das nötigt schon Respekt ab.

Dann die "DROPS": Neun stattliche Herren mittleren Alters in großer Abendgarderobe mit gereimten und gesungenen Südlohner Geschichten - von Indern im Verkehr, von Zaunkönigen, Sperrmüll und vom Tretbootverleih nach dem "Absaufen" Oedings durch den Klimawandel. Erstklassige Texte, scharf angebraten, pikant gewürzt und treffsicher serviert von Marcus Liesner und seinen Stammtischbrüdern. Das war sicher einer der gefühlten Höhepunkte dieses Abends.

Alle trugen zum Gelingen bei: Jürgen Gehling als Musiker, die Roten Teufel des KFK, Klemens Wedding als Heinz Erhardt, die Wildcats - vier junge Damen, die ihr fetziges Bühnenprogramm ohne Trainerin entwickelt hatten -, Sänger Wolfgang Kuhmann, einziger Zugereister aus Gemen, die Trockenschwimmer der DLRG Borken/Weseke mit ihrer Männer-Synchronschwimm-Performance ganz ohne Wasser, schließlich die Roten Funken und die beiden Prinzenpaare des KFK: Alle sorgten für einen Büttenabend, bei dem die Zeit wie im Flug verging und von dem jeder auch noch ein Weilchen schwärmen wird. geo

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