Walter Niehaus ärgert sich über Sperrmüllabfuhr

Sachen nicht mitgenommen

Walter Niehaus hat im Garten und im Haus ausgemistet und alte Sachen für die Sperrmüllabfuhr an die Straße gestellt. Mitgenommen wurden sie nicht. Der Südlohner ist nicht der Erste, bei dem der Ärger deshalb groß ist.

SÜDLOHN

, 13.08.2014, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Dabei war es doch nur altes Holz und ein alter Schrank. Der gehört definitiv auf den Sperrmüll“, sagt Niehaus. „Wenn manches kein Sperrmüll ist, muss ich doch nicht alles liegen lassen.“ Die Firma Logermann habe ihm daraufhin zugesagt, zumindest den Schrank doch noch abzuholen. Niehaus sagt, dass der Schrank am Dienstagvormittag noch immer vor der Tür lag, das Entsorgungsunternehmen Logermann sagt, dass es den Schrank noch am Montagnachmittag abgeholt habe. Dass sich Südlohner darüber beschweren, dass Sachen vom Sperrmüll nicht abgeholt werden, komme immer wieder vor, sagt Jörg Rademacher vom Entsorgungsunternehmen Logermann. „Wir kämpfen vor Ort oft mit den Beschwerden der Bürger. Wir sind aber verpflichtet, nur die Sachen mitzunehmen, die wir auch mitnehmen dürfen.“

Es sei vorgekommen, dass die Mitarbeiter auch mal ein Kantholz in den Müllwagen geworfen hätten, sagt Rademacher. „Dann kam die Beschwerde von der Gemeinde, dass das nicht erlaubt sei. Doch der Nachbar hatte das schon gesehen und sich dann beschwert, dass wir seine Sachen beim nächsten Mal nicht mitgenommen haben“, sagt Rademacher. „Für uns wäre es hilfreich, wenn die Gemeinde in den Abfallkalender hineinschreiben würde, was zum Sperrmüll gehört und was nicht. Dann hätten alle Klarheit.“ Das sei jedoch unmöglich, sagt Martin Wilmers von der Gemeinde Südlohn. „Dann müssten wir einen Katalog schreiben. Für alle Materialien, die nicht in den Sperrmüll gehören, würde die Rückseite des Abfallkalenders nicht ausreichen.“ Doch es gebe eine einfache Regel: Alles, was in einem Haus eingebaut war, gehört nicht auf den Sperrmüll. „Das sind Bauabfälle. Solche Sachen sind in unserer Kostenkalkulation nicht drin“, sagt Wilmers. „Auf den Sperrmüll gehören Sachen, die in den Hausmüll gehören, dafür zu sperrig sind und nicht in die Mülltonne passen.“

Walter Niehaus ärgert sich noch immer darüber, dass seine Sachen nicht abgeholt wurden. Aber er hat jetzt eine andere Lösung gefunden: „Ich habe den Müll auf meinen Anhänger geladen und werde ihn jetzt selbst zur Deponie bringen.“ So, wie es sich die Gemeinde wünscht.

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