Weg wird für den Investor frei gemacht

An der Jakobistraße

Es sieht ein wenig aus wie nach dem Abriss einer alten Industrieanlage: An der Jakobistraße türmen sich neben einer frisch gepflasterten Hofzufahrt Reste von alten Beton-Bodenplatten. Ein kleiner Radlader steht daneben, gearbeitet wird indes nicht. Die Arbeiten an den Mehrfamilienhäusern, die hier entstehen sollen, sind ins Stocken geraten.

OEDING

, 01.07.2015, 18:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Aktuell sieht es so aus „Am Großen Hof“ an der Jakobistraße in Oeding. Jetzt ist der Investor am Zug.

Aktuell sieht es so aus „Am Großen Hof“ an der Jakobistraße in Oeding. Jetzt ist der Investor am Zug.

Gleich neben einem imposanten Trümmerhaufen zwischen den Hausnummern 16 und 18 verläuft die frisch gepflasterte Zufahrt zum hinteren Teil des Geländes, wo ein ebenfalls neu entstandenes Einfamilienhaus ins Auge sticht. "Die Stichstraße ist letzte Woche fertig geworden", erklärt Marietta Kamps.

Die Eigentümerin des 0,25 Hektar großen Areals hofft, dass damit die Aktivitäten des Investors, der zur Jakobistraße hin zwei Wohnhäuser mit mehreren Eigentumswohnungen bauen wollte, wieder in Gang kommen. Das Vorhaben habe sich ganz anders entwickelt als ursprünglich geplant, bedauert sie.

Erschließung gefordert

"Im Moment ist da einiges in der Schwebe", sagt Kamps. Das Ganze habe sich verzögert, nachdem es beim Investor unternehmerische Veränderungen gab und dieser daraufhin den Fortgang des Projekts von der Fertigstellung der Erschließungsstraße abhängig gemacht hatte.

Der Rat der Gemeinde Südlohn hatte im August 2013 grünes Licht für das Bauvorhaben erteilt, indem er die notwendige, vereinfachte Bebauungsplanänderung für das Areal verabschiedete.

Bebauung auf zwei Grundstücken

Das Grundstück solle "über einen Investor parzelliert, erschlossen und mit mehreren Wohngebäuden aus Einzel- und Doppelhäusern bebaut werden", hieß es damals in der Sitzungsvorlage. "Vor allem ist, neben einer straßenbegleitenden Bebauung, eine Hinterbebauung auf zwei Grundstücken vorgesehen, welche über eine noch zu errichtende Stichstraße von der Jakobistraße aus erschlossen werden sollen."

Ebenfalls Bestandteil des Beschlusses: "Mit dem Investor ist ein Erschließungsvertrag nach Paragraph 124 BauGB abzuschließen."

Weiterhin optimistisch

Problem: Vom ursprünglichen Investor ist einer der Geschäftsführer aus dem Unternehmen geschieden, will das Projekt aber in anderer Rechtsform weiter vorantreiben. Telefonisch war er gestern nicht erreichbar. Sie habe ihm auf Band gesprochen, erklärte Kamps und warte nun auf eine Rückmeldung. Sie sei aber auch nach wie vor optimistisch, dass das Bauvorhaben vollendet wird. Kamps: "Ich bin selbst gespannt, wie sich das entwickelt."

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