Ein Beschluss zur Steigerung des Verkehrssicherheit auf der Elpidiusstraße wurde auf einen späteren Zeitpunkt vertagt. Tätig werden soll die Verwaltung nun bereits im weiteren Verlauf auf dem Wirtschaftsweg im Horst am Bauernhofkindergarten. © Markus Gehring
Umweltausschuss

Ziel: Mehr Verkehrssicherheit auf dem Weg zum Bauernhofkindergarten

Zwei Anträge der WSO an den Umweltausschuss beschäftigten sich mit einer Erhöhung der Verkehrssicherheit gerade für Kinder. Der Gemeindeverwaltung wurden jeweils Arbeitsaufträge erteilt.

Gleich zwei Anträge der WSO wurden im jüngsten Ausschuss für Umwelt, Verkehr, Sicherheit und Ordnung beraten. Dabei ging es jeweils vor allem um die Verkehrssicherheit der schwächsten Teilnehmer im Straßenverkehr, die der Kinder – und dies in einem räumlichen Zusammenhang. Während Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Bereich des Bauernhofkindergartens in der Horst einstimmig beschlossen wurden, wurde eine weitere Entscheidung die Elpidiusstraße betreffend vertagt.

Seit dem vergangenen Sommer ist der Bauernhofkindergarten in Betrieb. In ihrem Antrag verweist die WSO auf den Umstand, dass der „Bring- und Abholverkehr in Zukunft noch weiter steigen wird, sobald die zweite Gruppe in Betrieb gegangen ist.“ Gerade in den Jahreszeiten Herbst, Winter und Frühling sei es zu den Bring- und Abholzeiten sehr dunkel. Es gebe dort keine Straßenbeleuchtung mehr, weil dieser Bereich in der Horst zum Außenbereich zählt. Dennoch werde dieser Wirtschaftsweg durch Pkw und den landwirtschaftlichen Verkehr stark frequentiert.

Zusätzliche Beleuchtung und Beschilderung

„Fraktionsübergreifend wurde die Dringlichkeit anerkannt und den Maßnahmen zugestimmt“, berichtet Bauamtsleiter Dirk Vahlmann. Als Maßnahmen vorgesehen werden das Aufstellen von zusätzlicher Straßenbeleuchtung sowie weiterer Straßenschilder „Achtung Kindergarten/freiwillig 30“. Dabei wurde ebenso angeführt, dass so auch die Sicherheit der vielen Spaziergänger und Jogger in diesem Bereich erhöht werde. Der Verwaltung wurde einstimmig der Auftrag erteilt.

Quasi räumlich „vorgelagert“ war ein weiterer Antrag, den die WSO an den Ausschuss stellte. Dabei ging es darum, auf der Elpidiusstraße ab Bomkampstegge bis zur Kolpingstraße bauliche Maßnahmen zu installieren, die zu einer nachhaltigen Geschwindigkeitsreduzierung führten. Also auf einem möglichen Zubringer zum Bauernhofkindergarten. Die Tempo 30-Zone werde immer häufiger als Alternative zur parallel verlaufenden Doornte genutzt, heißt es im WSO-Antrag. Quasi als Abkürzung. Dabei habe man festgestellt, dass im Bereich der Elpidiusstraße häufig „viel zu schnell gefahren wird, ohne Rücksicht auf spielende Kinder zu nehmen“.

Die Anwohner hätten sich in der Vergangenheit mehrfach an die Gemeindeverwaltung gewandt und den Missstand gemeldet. Viele Anwohner hätten daher in Eigeninitiative so genannte Street Buddys oder Warnaufsteller „Vorsicht, spielende Kinder“ beschafft und aufgestellt. Auch diese Maßnahmen hätten nicht den gewünschten Erfolg. Hier müssten daher Maßnahmen getroffen werden, die eine nachhaltige Geschwindigkeitsreduzierung zur Folge haben und möglicherweise einen Abkürzungsverkehr unattraktiv machen.

„Normaler” Verkehrsfluss soll abgewartet werden

Dem gemeindlichen Ordnungsamt seien regelmäßige Meldungen über diesen Zustand nicht bekannt. Es wurde lediglich in Einzelfällen mit Anwohnern gesprochen, heißt es in der Beschlussvorlage. Zudem lägen der Gemeinde Südlohn bisher keine auswertbaren Messdaten bezüglich der Geschwindigkeit vor. Hier schlage die Verwaltung vor, den Verkehrsfluss sowie die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer mit einem entsprechenden Messgerät sowie passender Software auszuwerten und die Zahlen anschließend zur Beratung über mögliche weitere Maßnahmen aufzubereiten.

Die CDU-Fraktion nahm diesen Faden auf: Die Lage solle abgewartet werden, bis die Straßensperrungen im Ortskern aufgehoben würden. Die aktuell sicher höhere Verkehrsbelastung sei nicht zuletzt darauf zurückzuführen. Die SPD-Fraktion stimmte dem zu. Der Verwaltung wurde letztlich der Auftrag erteilt, Messungen und Auswertungen dann durchführen zu lassen, wenn sich wieder der „normale“ Verkehrsfluss eingestellt habe. Der Antrag der WSO wurde auf dieser Basis zurückgestellt und wird zu einem späteren Zeitpunkt neu beraten.

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