Zu Besuch auf dem Hof Schulze-Besseling

Spargelsaison hat begonnen

Er ist unschuldig und unauffällig, macht weder unangenehm satt noch dick und gibt einem irgendwie doch immer das Gefühl, etwas besonders Feines gegessen zu haben: Der Spargel ist ein angenehmer Zeitgenosse, zuverlässig kommt er jedes Jahr um die gleiche Zeit und sorgt bei seinen Genießern für ein gutes Gefühl in der Magengegend.

SÜDLOHN

von von Lea Daume

, 22.04.2015, 17:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sobald die Sonne warm genug scheint, ist es auch auf dem Spargelhof Schulze-Besseling in Südlohn soweit: Die neue Saison beginnt. Schwarze Planen auf den Spargelfeldern haben dafür gesorgt, dass der Boden von der Sonne schnell aufgewärmt wird und damit perfekte Bedingungen für das Wachstum des Spargels bietet.

Nachdem dieser im letzten Jahr besonders früh in seine Saison startete, liegt die diesjährige Erntezeit wieder im Normalbereich.

Freundschaften entstehen

Acht Saisonarbeiter aus Polen stechen und sortieren auf dem Hof Schulze-Besseling die Spargelstangen, manche von ihnen schon zum wiederholten Mal. „Einige unserer Saisonarbeiter sind schon 25 Jahre dabei“, erzählt Spargelbauer Andreas Schulze-Besseling. „Die kommen auf Abruf. Sobald der Saisonbeginn absehbar ist, rufe ich meine Männer an, die sind dann drei Tage später hier und machen sich an die Arbeit.“

Die Saisonarbeiter wohnen direkt auf dem Spargelhof, gemeinsam mit Andreas Schulze-Besseling und seiner Familie. Über die Jahre sind Freundschaften entstanden. „Natürlich, wenn die hier auf dem Hof wohnen, feiern wir Ostern zusammen, man sitzt regelmäßig im Garten und trinkt Bier oder grillt gemeinsam. Man kennt sich ja sehr gut mit der Zeit“, erzählt Schulze-Besseling.

Frischer Verkauf

Die Spargelpflanzen auf den Feldern wachsen so schnell nach, dass jeden Tag neuer Spargel geerntet werden kann. Nachdem dieser dann gewaschen und sortiert ist, wird an einem der beiden Marktstände in Stadtlohn und Gescher verkauft, oder landet frisch im Hofladen Schulze-Besseling, der täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet hat.

Auf die Frage, ob Änderungen wie der Mindestlohn sich auf den Spargelpreis auswirken, schüttelt Schulze-Besseling den Kopf. „Wir haben immer schon über Minderstlohn bezahlt, also hat das hier keine Auswirkungen“, erklärt er. Auch sei der derzeitige Spargelpreis ein Anfangswert und werde sich in den nächsten Wochen einpendeln.

Genießen dürfe man das leckere Frühlingsgemüse aus der Region jetzt noch bis zum 28. Juni. Dann ist offiziell die Spargelsaison beendet und wir müssen uns wieder etwas neues einfallen lassen für unser gutes Gefühl in der Magengegend.

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