Zusammenarbeit zwischen Südlohn und Winterswijk hat gut funktioniert

Coronakrise

Deutschland und die Niederlande gehen grundsätzlich anders mit dem Coronavirus um. An der Grenze in Oeding machen die örtlichen Bürgermeister das beste daraus – und arbeiten gut zusammen.

Südlohn

, 30.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Während tausende Proben auf das Coronavirus untersucht werden, haben die Bürgermeister in Südlohn und Winterswijk versucht, trotz des unterschiedlichen Umgangs mit dem Virus zusammenzuarbeiten.

Während tausende Proben auf das Coronavirus untersucht werden, haben die Bürgermeister in Südlohn und Winterswijk versucht, trotz des unterschiedlichen Umgangs mit dem Virus zusammenzuarbeiten. © dpa

Deutlich früher als in Deutschland wurden in den Niederlanden die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus wieder gelockert. Schon zu Beginn der Coronakrise hatten die Niderländer einen anderen Weg als Deutschland eingeschlagen und auf die Herdenimmunität gesetzt.

Kurz hinter Oeding an der deutsch-niederländischen Grenze trafen diese Unterschiede aufeinander. Und doch nicht: „Wir haben uns in der ganzen Zeit gut miteinander abgestimmt“, sagt Südlohns Bürgermeister Christian Vedder. Damit meint er die niederländische Region Achterhoek insgesamt, die Stadt Winterswijk sowie den Kreis Borken und die Gemeinde Südlohn auf deutscher Seite.

„Wir haben versucht, auf lokaler Ebene das Beste aus den politischen Vorgaben zu machen“, sagt er. Regelmäßig habe er sich mit Joris Bengevoord, Winterwijks Bürgermeister, ausgetauscht. Das sei gut gelungen.

Politik der kleinen Schritte

„Das waren natürlich immer nur kleine Schritte“, fügt er hinzu. Etwa ein gemeinsamer Auftritt für einen Onlinespot, um die Deutschen in Deutschland und die Niederländer auf ihrer Seite der Grenze zu halten. So sollte verhindert werden, dass sich das Virus weiter ausbreitet. „Auch in einer Krise müssen wir ja ständig miteinander reden“, so Christian Vedder.

Die Grenzübergänge waren in den vergangenen Wochen nie geschlossen. Grenzkontrollen sollten lediglich potentielle Infektionsketten aufdecken.

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