Zuweisungen für Kindergärten fließen spärlicher

SÜDLOHN/OEDING Weniger angemeldete Kinder und ein verändertes Buchungsverhalten der Eltern sorgen dafür, dass die Zahl der im kommenden Kindergartenjahr belegten Plätze von 326 auf 293 sinken werden, wie die im Sozialausschuss thematisierte Betreuungsbedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2009/2010 zeigt. Auf der Grundlage dieser Daten wird beim Kreis über die Budgets für das nächste Kindergartenjahr entschieden.

13.03.2009, 17:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schon jetzt sei klar, dass geringere Zuweisungen zu erwarten seien, wie Sozialamtsleiter Herbert Schlottbom in der Sitzung erklärte. Die Gesamtsumme der Kindpauschalen werde angesichts der vorliegenden Daten von 1,7 Mio. Euro auf rund 1,5 Mio. Euro sinken. Verschiebungen seien allerdings noch möglich, verwies er auf den vorläufigen Charakter der Zahlen.

Nicht nur die Betriebskostenzuschüsse des Jugendamtes verringerten sich, sondern ebenfalls die Trägeranteile, die zu einem Anteil von der Gemeinde übernommen werden. Inwieweit die Veränderungen Folgen für die Mitarbeiter der jeweiligen Einrichtungen in Südlohn und Oeding haben, konnte noch nicht abschließend geklärt werden. Die Katholische Kirchengemeinde St. Jakobus und St. Vitus als Träger der Kindertageseinrichtungen setze alles daran, nicht den Rotstift bei den Stellen anzusetzen, habe sich aber noch nicht abschließend geäußert, so Schlottbom auf die Frage, ob Stellenstreichungen zu erwarten seien.

Es sei sehr wichtig, dass Eltern ihre Kinder frühzeitig bei den Kindertageseinrichtungen anmeldeten, auch wenn diese die Institutionen noch nicht ab dem Sommer, sondern erst später besuchten. "Denn dies hat Einfluss auf den schon jetzt berechneten Bedarf und auf den Personalschlüssel", den das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) in den jeweiligen Gruppenformen zugrunde lege. Seine Bilanz: "Durch das KiBiz ist es insgesamt nicht einfacher, sondern schwieriger geworden." kh

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