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Statement von HWK-Präsident Berthold Schröder

„Handwerk besitzt viel wirtschaftliche Stärke“

Wirtschaft und Handwerk in der Region werden von der Corona-Pandemie völlig auf den Kopf gestellt. Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer Dortmund, bleibt trotzdem optimistisch.
Berthold Schroeder, Präsident der Handwerkskammer Dortmund, blickt hoffnungsvoll in die Zukunft. © Andreas Buck

„Das Handwerk hat in der Krise Durchhaltevermögen bewiesen“,bilanziert Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Dortmund. „Wie jeder Wirtschaftsbereich ist auch das Handwerk im östlichen Ruhrgebiet hart von den Auswirkungen der Corona-Pandemie getroffen worden.

Zahlreiche Betriebe waren auf Unterstützungsleistungen von Bund und Land angewiesen. Die erlittenen Verluste werden so schnell nicht aufzuholen sein.“ Gleichzeitig habe sich das Handwerk als stabilisierender Anker in der Krise erwiesen: „In diesen unsicheren Zeiten waren lokale Handwerksbetriebe als wohnortnaher Versorger und Dienstleister für die Bevölkerung unverzichtbar.“

Corona-Pandemie in Dortmund – „„Unsere Betriebe haben alle Hebel in Bewegung gesetzt“

Viele Branchen besäßen zudem eine erhebliche Systemrelevanz und hätten in der Krise zur Versorgungssicherheit der kritischen Infrastruktur beigetragen. Außerdem bestehe im Handwerk mit seinen familiengeführten Betrieben seit jeher eine starke Mitarbeiterbindung.

„Unsere Betriebe haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ihre Beschäftigungsverhältnisse auch in dieser schwierigen Situation aufrechtzuerhalten. Dadurch wurden zahlreiche Arbeitsplätze erhalten.“ In der jüngsten Konjunkturumfrage der HWK Dortmund gaben sogar 14 Prozent der Befragten an, in den kommenden Monaten neue Mitarbeiter einstellen zu wollen.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit rücken in den Fokus

Für das kommende Jahr wolle man neben den Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit vor allem auch die Fachkräftesicherung in den Fokus rücken. „Die Ausbildung hat durch die Krise sehr gelitten“, so der Kammer-Präsident. Der Ausfall von Berufsbildungsmessen und Praktika habe den Kontakt zwischen Jugendlichen und Betrieben stark beeinträchtigt.

Zahlreiche Ausbildungsplätze unbesetzt

Als Folge davon blieben zahlreiche Ausbildungsplätze unbesetzt. „Das ist eine alarmierende Entwicklung. Wir müssen alles dafür tun, um wieder mehr junge Leute für eine Ausbildung zu gewinnen. Denn das Handwerk wird auch künftig einer der wichtigsten Wirtschaftsbereiche bleibenund besonders nach der Krise werden Fachkräfte nötiger denn je gebraucht. Ob nun bei der Versorgung der Bevölkerung mit Waren und Dienstleistungen oder wenn es um die großen Zukunftsthemen wie Energieeffizienz, alternative Mobilität und Smart-Home geht: das Handwerk bietet beste Karriereperspektiven für junge Menschen.“

Berthold Schröder bleibt optimistisch

Trotz der Belastungen durch die Corona-Pandemie blickt der HWK-Präsident optimistisch in die Zukunft: „Dass der Betriebsbestand im Großraum Dortmundsogar leicht zugenommen hat, ist bemerkenswert und zeigt einmal mehr, wie viel wirtschaftliche Stärke das Handwerk besitzt.“

„Es hängt jetzt alles davon ab, wie schnell wir die Infektionszahlen senken und damit weitere Einschränkungen vermeiden können. Das Handwerk hat sich bisher tapfer gehalten. Es muss unbedingt vermieden werden, dass die Betriebe noch weiter belastet werden. Mit den richtigen Rahmenbedingen wird das Handwerk auch künftig seine stabilisierende Kraft entfalten können.

Weitere Infos zu den Entwicklungen im Handwerk finden Sie hier:

www.hwk-do.de

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