Luftfahrt

Corona-Mutation: Bundesregierung prüft Landeverbot für britische Maschinen

In Großbritannien soll eine mutierte Variante des Coronavirus aufgetaucht sein. Erste Länder haben den Luftverkehr eingeschränkt. Die Bundesregierung prüft diese Option offenbar auch.
Maschinen von British Airways stehen am Flughafen Heathrow. © picture alliance/dpa

Die Mutation des Coronavirus in Großbritannien versetzt Europa in Alarmbereitschaft.

Die Bundesregierung erwägt nach Medienberichten für Deutschland die Einschränkung des Flugverkehrs aus dem Königreich. Dies sei eine „ernsthafte Option“, wie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am Sonntag in Kreisen des Bundesgesundheitsministeriums bestätigt wurde.

Dies gelte wegen einer neuen Variante des Coronavirus auch für Südafrika. Die Niederlanden haben bereits entschieden, dass vorerst keine Flugzeuge mehr aus Großbritannien landen dürfen.

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte, die Entwicklung in Großbritannien werde sehr genau verfolgt. Die Informationen zu der Mutation würden „unter Hochdruck“ ausgewertet. Es gebe aber auch Austausch mit europäischen Partnern.

Drosten: Mutation in Deutschland bisher nicht aufgetaucht

Die Niederlande hatten die bis vorerst zum 1. Januar geltenden Einschränkungen damit begründet, dass die Mutation des Coronavirus sich leichter und schneller verbreiten soll und schwieriger zu entdecken sei.

Der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, schrieb am Sonntag bei Twitter, in Deutschland sei die Mutation bisher nicht aufgetaucht.

Nach ersten Erkenntnissen britischer Wissenschaftler ist eine kürzlich entdeckte Variante des Virus um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form. Premierminister Boris Johnson hatte am Samstag betont, es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Impfstoffe gegen die Mutation weniger effektiv seien.

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