Protest gegen Autobahnbau

Dannenröder Forst: Polizei setzt Wasserwerfer bei Minustemperaturen ein

Im Dannenröder Forst protestieren Umwelt-Aktivisten gegen den Bau einer Autobahn. Die Polizei setzt trotz eisigen Temperaturen einen Wasserwerfer ein. Die Ausbaugegner wehren sich mit Schneebällen.
Umweltschützer demonstrieren im Dannenröder Forst für eine Verkehrswende in Deutschland. Sie möchten den Bau einer neuen Autobahn verhindern, da diese dem Pariser Klimaschutzabkommen widerspreche. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. © picture alliance/dpa

Im Dannenröder Forst haben Ausbaugegner am Samstag erneut Barrikaden errichtet und Pyrotechnik abgebrannt. Nach Angaben der Polizei blockierten rund 250 Aktivisten dabei unter anderem die Not- und Rettungswege eines angrenzenden Logistiklagers. Die Beamten setzten trotz niedriger Temperaturen Wasserwerfer ein und entfernten die teils meterhohen Hindernisse.

Festnahmen gab zunächst keine. Die Demonstranten seien lediglich abgedrängt worden, sagte ein Polizeisprecher am Nachmittag. Zugleich untersagte die Polizei den Aktivisten das Werfen von Schneebällen und drohte mit weiteren Einsätzen des Wasserwerfers. Ein Sprecher begründete die Anordnung mit einer möglichen Verletzungsgefahr für die Beamten. Ob es tatsächlich Verletzte gab, war zunächst unklar.

Umwelt- und Klimaschützer demonstrieren seit mehr als einem Jahr

Seit mehr als einem Jahr harren Umwelt- und Klimaschützer in dem Waldstück nahe Homberg/Ohm im Vogelsbergkreis aus, um sich gegen die für den Ausbau der umstrittenen Autobahn 49 notwendigen Rodungen zu stemmen, die mittlerweile vor dem Abschluss stehen. Die A49 soll Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden.

RND/dpa

Der Artikel "Dannenröder Forst: Polizei setzt Wasserwerfer bei Minustemperaturen ein" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland

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