Coronavirus

Die Bundesnotbremse greift: Haben Gartencenter und Baumärkte geöffnet?

Mit dem Infektionsschutzgesetz vereinheitlicht der Bund die Öffnung von Blumengeschäften, Gartencentern und Baumärkten, die die Länder zuvor selbst bestimmen konnten. Was gilt dort jetzt?
Die Länder regelten bislang die Öffnung von Baumärkten und Gartencentern. Jetzt fallen diese aber unter das Infektionsschutzgesetz des Bundes. © picture alliance/dpa

Seit Samstag, 24. April, greift die Bundesnotbremse. Zu den Punkten im dazugehörigen Infektionsschutzgesetz gehören, maximal bis zum 30. Juni, weitgehende nächtliche Ausgangsbeschränkungen, Schließungen von Schulen und strengere Bestimmungen für Geschäfte. Doch was gilt jetzt für Baumärkte und Gartencenter?

Das bedeutet die Verordnung für Baumärkte

Ob Baumärkte in einer Kommune geöffnet haben, hängt von ihrer Sieben-Tage-Inzidenz ab. Im Infektionsschutzgesetz heißt es: „Bei einer Inzidenz unter 150 wird es bei allen weiteren Geschäften möglich sein, mit Termin und mit einem aktuellen negativen Testergebnis einzukaufen.“ Steigt der Wert über 200, bleibt Heimwerkerinnen und -werkern die Möglichkeit von Click and Collect, also die Onlinebestellung des gewünschten Produkts mit anschließender Abholung im Laden. Das alternative Shopping ist von der Inzidenz unabhängig. Das Vorzeigen eines negativen Corona-Tests ist nicht notwendig.

Das bedeutet die Verordnung für Gartencenter

Auch bei einer hohen Inzidenz wird die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln, Verbrauchsgütern des täglichen Bedarfs und existenziellen Dienstleistungen verlässlich sichergestellt, heißt es im Infektionsschutzgesetz. Zu diesen Dienstleistungen zählen auch Blumenfachgeschäfte und Gartenmärkte. Sie bleiben geöffnet, ebenso wie der Lebensmittelhandel samt Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und der Großhandel. Vom Corona-Infektionsgeschehen sind diese Bereiche unabhängig. Hobbygärtnerinnen und -gärtner haben also in jedem Fall die Möglichkeit, sich weiterhin um das heimische Beet zu kümmern.

Die Bundesnotbremse wirkt sich allenfalls auf die erlaubte Kundenzahl aus. Sie ist abhängig von der Größe eines Geschäfts. Außerdem gilt weiterhin eine Maskenpflicht.

Gartencenter und Blumengeschäfte in Deutschland dürfen seit einigen Wochen wieder geöffnet sein. Niedersachsen beispielsweise beschloss Anfang des Jahres, dass seit dem 13. Februar wieder Waren angeboten werden können. Länder wie Bayern und Schleswig-Holstein zogen am 1. März nach. Die Regierungen begründeten den Schritt damit, dass die über den Winter gezüchteten Pflanzen sonst hätten vernichtet werden müssen.

Zuvor waren Gartencenter Teil des ab dem 16. Dezember in Kraft getretenen Lockdowns gewesen, bei dem der Einzelhandel großflächig hatte schließen müssen. Auch Baumärkte waren damals geschlossen worden. Die Bundesländer ermöglichten dann zu Beginn des Jahres das Click-and-Collect-Verfahren, sodass Kunden bestellte Waren abholen konnten. In manchen Regionen war – abhängig von der Inzidenzlage – auch Terminshopping mit begrenzter Kundenanzahl möglich.

Der Artikel "Die Bundesnotbremse greift: Haben Gartencenter und Baumärkte geöffnet?" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland

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