Eurovision Song Contest

Drogenvorwürfe gegen ESC-Sieger: Europäische Rundfunkunion ermittelt

Die Europäische Rundfunkunion ermittelt nach einem möglichen Drogenvorfall beim ESC. Auf Livebildern war zu sehen, wie der Sänger der Band Måneskin aus Italien seinen Kopf über einen Tisch beugt.
Der Sänger Damiano der Band „Maneskin“ (Italien) freut sich nach dem Gewinn des Eurovision Song Contest (ESC) während einer Pressekonferenz. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Sie sind die strahlenden Sieger des Abends: Die Mitglieder der Band Måneskin holten für Italien den ersten Sieg beim Eurovision Song Contest (ESC) nach mehr als 30 Jahren. Doch nun gibt es Wirbel um den Sänger Damiano David. Während der Punktevergabe am späten Samstagabend zeigten Fernsehbilder, wie sich David mit dem Gesicht über einen Tisch beugte.

Schnell machten aufgrund der speziellen Kopf- und Körperhaltung Spekulationen die Runde, dass der Sänger Kokain konsumiert habe. Zu sehen ist das auf den Aufnahmen allerdings nicht – sowohl das Gesicht von David als auch die Tischoberfläche waren von Glasflaschen verdeckt.

Bereits auf der Pressekonferenz nach dem Sieg wurde die Band auf die Szene angesprochen. Die Musiker gaben an, keine Drogen zu konsumieren – „niemals“. Vielmehr sei dem Gitarristen der Band kurz zuvor ein Glas auf den Boden gefallen, nach dem David schauen wollte. Später beteuerte die Band auf Instagram erneut, keine Drogen zu konsumieren.

„Wir sind schockiert von den Anschuldigungen. Wir sind gegen Drogen und haben nie Kokain genommen“, heißt es in der Instagram-Story. Die Band biete sich freiwillig für einen Drogentest an, um mit den Gerüchten aufzuräumen: „Wir haben nichts zu verstecken.“

Europäische Rundfunkunion kennt die Drogengerüchte – und will ermitteln

Möglicherweise wird genau das nun passieren: Die Europäische Rundfunkunion (EBU), die den ESC veranstaltet, ermittelt zu dem Vorfall. EBU-Sprecher Dave Goodman sagte der „Bild“-Zeitung: „Wir sind uns über die Spekulationen rund um das Verhalten des Gewinners aus Italien beim Eurovision Song Contest vom letzten Abend im Green Room bewusst und werden in der Sache ermitteln.“ Das Redaktions­Netzwerk Deutschland konnte die EBU am Sonntag nicht für eine Stellungnahme zu dem Vorfall und zu möglichen Konsequenzen für Måneskin erreichen.

RND/msk

Der Artikel "Drogenvorwürfe gegen ESC-Sieger: Europäische Rundfunkunion ermittelt" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland
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