Klimaaktivisten

Fridays for Future ist zurück: coronakonformer Protest für die Pariser Klimaziele

Die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu reduzieren, ist das erklärte Ziel des Pariser Klimaabkommens. Zu diesem fünften Geburtstag meldet sich Fridays for Future mit kreativen Aktionen zu Wort.
Mit coronakonformen Aktionen und online will Fridays for Future an diesem Freitag auf das globale Scheitern der bisherigen Bemühungen zur Eindämmung der Klimakrise aufmerksam machen. © dpa

Laut einem UN-Bericht steuert die Welt auf drei Grad Temperaturanstieg zu – definitiv zu viel für die Aktivisten von Friday for Future. An diesem Freitag wollen sie weltweit unter dem Motto #FightFor1Point5 mit coronakonformen Aktionen und online auf das aus ihrer Sicht globale Scheitern der bisherigen Bemühungen, die Klimakrise einzudämmen, aufmerksam machen: Anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Pariser Klimaabkommens fordern sie die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels und eine Klimapolitik, die die bereits heute am stärksten von der Klimakrise betroffenen Regionen und Menschen in den Vordergrund rückt.

Das Pariser Klimaabkommen sei das ambitionierteste Klimaabkommen, das jemals geschlossen wurde, sagt Sprecherin Carla Reemtsma. „Gleichzeitig sind wir nach fünf Jahren weiter von Paris entfernt denn je.“

Mit dem Abkommen hatten sich die meisten Staaten darauf verständigt, die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad zu halten. „Im Rahmen dessen stellen die Staaten ihre Klimaziele vor, die alle fünf Jahre überprüft werden. Auch 2020 hielten nur wenige Länder ihre selbst festgelegten, oftmals unzureichenden Reduktionsziele ein“, heißt es dazu von Fridays for Future.

1,5 Grad sind noch erreichbar

Laut dem UN-Bericht hinkt die Welt den Zielen des Pariser-Klimaschutzabkommens hinterher. Derzeit steuerten die Staaten auf etwa drei Grad Temperaturanstieg zu.

Noch ist eine Umkehr mit großer Anstrengung jedoch möglich: Selbst die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad, die der Klimaforschung zufolge das Risiko katastrophaler Wetterextreme deutlich verringern würde, sei noch erreichbar.

Das Abkommen jährt sich am Samstag, 12. Dezember. Zuvor berät der Europäische Rat über das neue CO2-Reduktionsziel der Europäischen Union bis 2030. Das Parlament hatte eine Reduktion um 60 Prozent gefordert. Nun sind noch 55 Prozent im Gespräch.

Aktionen in vielen Städten

Für ambitioniertere Klimaziele und Maßnahmen, die die Erderwärmung reduzieren, wollen die Aktivisten und Aktivistinnen von Fridays for Future am Freitag online und offline protestieren. Unter www.fridaysforfuture.org können Teilnehmerinnen und Teilnehmer Webinare besuchen und die Petition „Promise“ unterschreiben. Zudem können sie unter den gängigen Hashtags Bilder vom Protest auf den sozialen Medien verbreiten.

In etwa 50 deutschen Städten sind zudem Protestaktionen geplant. Wegen der coronabedingten Einschränkungen wird es unter anderem Fahrraddemos, Beameraktionen und Lichtaktionen mit Kerzen statt großen Demonstrationen geben.

RND

Der Artikel "Fridays for Future ist zurück: coronakonformer Protest für die Pariser Klimaziele" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland

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