Weihnachten

Rührender Wunschzettel: Sharron (11) will mit totem Bruder spielen

Ein Mädchen hat einen ganz besonderen Wunschzettel geschrieben. Der Weihnachtsmann soll ihren kleinen Bruder zurückbringen, der 2018 verstarb. Für ihren toten Bruder wünscht sie sich mehrere Dinge.
Ein Mädchen hat sich vom Weihnachtsmann gewünscht, dass er ihren verstorbenen Bruder zurückbringt. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

„Pass gut auf ihn auf“, sagten die Eltern 2018 zu Sharron, ehe sie mit ihrem kleinen Bruder Jayden ins Ferienlager nach Thelkow bei Tessin fuhr. Eigentlich nur eine Phrase – aber sie wird Sharron wahrscheinlich ihr Leben lang begleiten. Denn Jayden kam nicht mehr mit nach Hause, Jayden starb im Ferienlager. Der Siebenjährige wurde tot in einem See aufgefunden, die Todesumstände wurden nie geklärt.

Auch zwei Jahre nach dem schlimmen Unglück hadert die heute elfjährige Sharron mit dem Tod ihres kleinen Bruders und den Schulgefühlen. Und hat einen rührenden Wunschzettel geschrieben, den ihre Mutter der „Ostsee-Zeitung“ schickte. Sharrons größter Wunsch: Dass Brüderchen Jayden zurückkommt.

Elfjährige wünscht sich Party, Süßigkeiten und Playmobil für toten Bruder

„Lieber Weihnachtsmann. Ich wünsche mir, dass Jayden wiederkommt. Und für Jayden wünsche ich mir dann eine große Party mit Süßigkeiten. Ich vermisse ihn doll“, schreibt die Elfjährige, die seit dem Unglück immer verschlossener wurde. Das einzige Mädchen der Familie wünscht sich zudem Playmobil, damit sie mit Jayden damit spielen kann. Sharron bedankt sich schon vorab beim Weihnachtsmann und malt auch einen Marienkäfer auf, der den Namen Jayden trägt.

Siebenfach-Mama Jessica (28) aus Wismar erzählt der „Ostsee-Zeitung“: „Bei der Beerdigung folgte uns auf dem Weg zum Grab ein kleiner Marienkäfer. Er flog zu unserer Familie von einem zum anderen und setzte sich auf Jaydens Blumenkranz. Seitdem sagen wir: der Marienkäfer – das war Jayden!“

Kind wollte nicht ins Ferienlager – Eltern machen sich Vorwürfe

Sharron leide besonders unter dem Tod ihres Bruders, sagt Mutter Jessica. Die beiden seien ein Herz und eine Seele gewesen. Nicht nur Sharron macht sich Vorwürfe, auch Vater Ben. Der erzählt der „Ostsee-Zeitung“, der Junge habe gar nicht ins Ferienlager zusammen mit Bruder Max und Schwester Sharron fahren wollen. Vor der Abreise habe er bitterlich geweint.

Im Leben der Großfamilie hat Jayden, der nur sieben Jahre und zwei Wochen alt wurde, aber seinen festen Platz. Selbst der vierjährige Jaro vermisst seinen Bruder sehr. Wenn es abends dunkel sei und die Familie einen Spaziergang mache, schaue Jaro in den Himmel, erzählt Vater Ben, und sage: „Schaut mal, da oben, die Sterne, das ist Jayden. Aber er soll mal wiederkommen. So hoch da oben können wir ihn doch nicht besuchen.“

RND/msk

Der Artikel "Rührender Wunschzettel: Sharron (11) will mit totem Bruder spielen" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland

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