Spargel kochen: Worauf muss ich achten?

Spargel ist eines der beliebtesten Gemüse im Frühling. Doch um ihn richtig genießen zu können, müssen ein paar Dinge beachtet werden. Welche das sind, verraten wir hier.
Wenn Spargel sehr bitter schmeckt, kann ein Löffel Zucker im Kochwasser die Rettung sein. © picture alliance/dpa/dpa-tmn

Spargel kochen will gelernt sein. Welcher Topf eignet sich, wie lange muss das Gemüse kochen, und wie schält man Spargel eigentlich richtig? Was bei der Vorbereitung und Zubereitung des beliebten Stangengemüses beachtet werden muss, erklären wir hier.

Wie viel Spargel brauche ich?

Zuallererst sollte man genug Spargel einkaufen. Hier kommt es natürlich darauf an, ob der Spargel als Hauptgericht oder als Beilage serviert werden soll. Als Hauptgericht sollte mit circa 500 Gramm pro Person gerechnet werden. Als Beilage reicht etwa die halbe Menge.

Für eine spätere Verwendung ist die richtige Lagerung wichtig, um zu verhindern, dass die Spargelstangen holzig werden. Ungeschälter Spargel kann, in ein feuchtes Geschirrtuch gewickelt, einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Bereits geschälte Stangen sollten in Frischhaltefolie gewickelt werden, verlieren aber schon nach einem Tag einen Großteil ihres Aromas. Für den besten Geschmack sollte man Spargel also immer direkt nach dem Kauf, idealerweise erntefrisch, zubereiten.

Wie schält man Spargel richtig?

Bevor die Stangen ins Kochwasser kommen, sollte der Spargel in der Regel gewaschen und geschält werden. Hier lohnt es sich, zu einem dünnen Spargelschäler zu greifen, damit möglichst wenig von dem genießbaren Teil abgeschält wird. Die Schale des weißen Spargels schmeckt leicht bitter, grüner Spargel muss in der Regel nicht geschält werden.

Nehmen Sie die Stangen einzeln in die Hand und halten Sie den Spargel unterhalb des Kopfes fest. Wichtig: Spargel immer von oben nach unten schälen! Auch auf Gleichmäßigkeit kommt es an, damit der Spargel später gleichmäßig gart. Der Spar- oder Spargelschäler sollte nur mit sanftem Druck benutzt werden. Das holzige untere Ende des Spargels wird in circa ein bis zwei Zentimetern abgeschnitten.

Tipp: Heben Sie die abgeschälten Spargelreste auf; aus diesen lässt sich zum Beispiel Suppe zubereiten.

Worin kocht Spargel am besten?

Beim Kochen kommt es auch auf die richtige Größe des Topfes an. Er sollte breit genug sein, damit die Stangen liegend darin kochen können. In Spargeltöpfen lassen sich die Stangen dagegen aufrecht stehend kochen. So gart das Gemüse schonend und besonders die empfindlichen Spargelköpfe werden geschont. Ein weiterer Vorteil: Im Spargeltopf kann eine große Menge an Spargel zubereitet werden. Auch anderes Gemüse, wie beispielsweise Brokkoli, Blumenkohl oder Paprika, lässt sich darin schonend garen.

Wie viel Wasser kommt in den Spargeltopf?

In den Spargeltopf kommt nur so viel Wasser, dass die Stangen bedeckt sind. Das obere Drittel des Spargels sollte aus dem Wasser herausgucken. Dieser Teil samt der zarten Spargelköpfe gart durch den entstehenden Wasserdampf.

Was kommt ins Spargelwasser?

Am besten gibt man Salz (½ Teelöffel pro Liter Wasser), etwas Zucker sowie einen Spritzer Zitronensaft zum Wasser. Letzteres hat eher optische Gründe: Durch die Zitronensäure wird der Spargel aufgehellt und seine weiße Farbe tritt deutlicher hervor.

Tipp 1: Ein Teelöffel Butter im Kochwasser lässt den Spargel noch vollmundiger schmecken.

Tipp 2: Kocht man den Spargel in einem Sud aus der Schale und den abgeschnittenen Enden, intensiviert das den Geschmack. Dafür gibt man die Schalen auf etwa zwei Liter Wasser und fügt Salz, Zucker und etwas Zitronensaft hinzu. Den Sud zehn Minuten ziehen lassen und danach durch ein Sieb abgießen.

Warum kommt Zucker ins Spargelwasser?

Spargel neigt zu einem bitteren Beigeschmack. Wie viele Bitterstoffe eine Spargelstange enthält, variiert allerdings. Um der Bitterkeit entgegenzuwirken, sollte man immer eine Prise Zucker in das Spargelwasser geben. Das gilt besonders für grünen Spargel, da dieser bitterer schmeckt als weißer Spargel.

Wie lange muss weißer Spargel kochen?

Der Spargel wird in kochendes Wasser gegeben. Nachdem das Wasser noch einmal aufgekocht hat, wird die Hitze reduziert, damit der Spargel bei schwacher Hitze ziehen kann.

Die Garzeit des Spargels variiert je nach Dicke der Stangen. In der Regel beträgt die Garzeit bei weißem Spargel um die zwölf bis 15 Minuten. Bei dicken Stangen können es aber auch schon mal um die 20 Minuten sein. Grüner Spargel benötigt etwa zehn, maximal 15 Minuten.

Wie merkt man, dass der Spargel fertig ist?

Um zu prüfen, ob der Spargel gar und somit bereit für den Verzehr ist, sticht man mit einer Gabel oder einem Messer in das Ende einer Spargelstange. Ist diese weich und leistet dabei noch etwas Widerstand, ist der Spargel gar. Sie können aber auch eine Stange mithilfe einer Gabel aus dem Topf fischen. Je stärker sich die Spargelstange auf der Gabel biegt, desto weicher ist sie.

Tipp: Mit einer Spargelzange lassen sich die weichen Stangen einfacher aus dem Topf fischen.

Der Artikel „Spargel kochen: Worauf muss ich achten?“ stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

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