Urlaubsziele

Urlaub ohne Quarantäne möglich: Malta und Algarve sind keine Risikogebiete mehr

Für gleich mehrere beliebte Urlaubsziele hat die neue Risikogebiete­liste des Robert Koch-Institutes Folgen. Für zwei Länder fällt die Quarantäne-Pflicht weg. Das sind die Regeln.
Malta wird vom RKI nicht mehr als Risikogebiet eingestuft. Urlauber können dort ohne Quarantänepflicht entspannen. © picture alliance/dpa/XinHua

Wegen gesunkener Corona-Infektions­­zahlen streicht die Bundes­regierung gleich mehrere Regionen von der der Liste der Risiko­gebiete. Darunter: Malta und die Algarve in Portugal. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Webseite mit. Damit wären Reisen in die beliebten Urlaubsziele nicht länger mit einer Quarantäne nach der Rückkehr verbunden.

Hingegen werden die Malediven, Georgien, Costa Rica und Nepal als Hochinzidenzgebiete eingestuft. Polen, Ungarn, Armenien und Montenegro, die vorher als Hochinzidenzgebiete gelistet waren, gelten ab Sonntag nur noch als Risikogebiete. Auch für andere Länder ergeben sich Änderungen.

Das sind die neuen Risikogebiete und Hochinzidenzgebiete

Neu auf der Liste der Risikogebiete (Sieben-Tage-Inzidenz über 50) sind:

  • Armenien (zuvor Hochinzidenzgebiet).
  • Malaysia
  • Montenegro (zuvor Hochinzidenzgebiet).
  • Norwegen: die Provinz Vestfold og Telemark und Provinz Rogaland
  • Polen (zuvor Hochinzidenzgebiet).
  • Ungarn (zuvor Hochinzidenzgebiet).
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland: das britische Überseegebiet Anguilla
  • Albanien
  • Finnland: Regionen Uusimaa (hierzu gehört auch die Stadt Helsinki)und Varsinais-Suomi
  • Malta
  • Portugal: Region Algarve
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland: das britische Überseegebiet Falklandinseln

Neu auf der Liste der Hochinzidenz­gebiete (Sieben-Tage-Inzidenz über 200):

  • Costa Rica
  • Georgien
  • Die Malediven
  • Nepal

Die Änderungen der Risiko­gebiete treten am Sonntag, 9. Mai, Mitternacht, in Kraft.

Neue Virusvarianten­­gebiete gibt es keine. Aus deutscher Sicht gelten derzeit zehn Länder und Regionen als solche. Davon sind acht im südlichen Afrika (Botswana, Eswatini, Lesotho, Simbabwe, Malawi, Mosambik, Sambia, Südafrika). Die anderen zwei sind Indien und Brasilien.

Corona-Mutationen sollen gestoppt werden

Die Bundesregierung hat ein Beförderungs­­verbot für Menschen aus Virusvarianten­­gebieten erlassen, um die grenz­­überschreitende Verbreitung von besonders ansteckenden Corona-Mutationen einzudämmen. Es gelten Ausnahmen für alle Deutschen und in Deutschland lebenden Ausländer sowie für Transit­passagiere und den Waren­verkehr.

Es gilt zudem eine strikte Quarantäne­pflicht für diese Reisenden, sie müssen in fast allen Bundes­ländern für 14 Tage in Quarantäne. Ein Freitesten ist nicht möglich.

Mehr als 40 Länder sind Hochinzidenzgebiete

Als Hochinzidenz­­gebiete sind derzeit mehr als 40 Länder eingestuft, darunter Ägypten, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Chile, Ecuador, Estland, Frankreich inklusive aller Übersee­gebiete, Iran, Jordanien, Kapverden, Kolumbien, Kroatien, Mexiko, Niederlande inklusive der autonomen Länder und Übersee­regionen, Paraguay, Peru, Schweden, Serbien, Seychellen, Slowenien, Tansania, Türkei, Litauen, die Mongolei sowie Zypern.

Wer aus einem Hochinzidenz­gebiet nach Deutschland kommt, muss bei der Einreise einen maximal 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen – dabei ist es egal, ob er per Flugzeug, Auto, Bus, Bahn oder zu Fuß einreist.

Testpflicht für alle Flugreisenden

Inzwischen müssen sich alle Menschen, die aus dem Ausland mit dem Flugzeug nach Deutschland reisen wollen, bereits maximal 48 Stunden vor dem Flug auf Corona testen lassen. Das gilt unabhängig von der Inzidenz – damit besteht für Flug­reisende inzwischen kein Unterschied mehr, ob sie aus einem Risiko­gebiet oder einem Hochinzidenz­­gebiet einreisen. Wer der Airline keinen entsprechenden Nachweis vorlegen kann, darf nicht befördert werden, heißt es vom Gesundheits­ministerium. Die generelle Test­pflicht wurde nach Kritik an Tausenden Mallorca-Urlaubern eingeführt.

Der Artikel "Urlaub ohne Quarantäne möglich: Malta und Algarve sind keine Risikogebiete mehr" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland

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