Unwetter

Vier Tote nach Unwetter in der Eifel – über 30 Menschen vermisst

Im Landkreis Ahrweiler meldet die Polizei nach Überflutungen vier Tote. Mehr als 30 Menschen gelten zudem als vermisst, nachdem in der Nacht sechs Häuser in einem Eifel-Örtchen eingestürzt waren.
Im Landkreis Ahrweiler meldet die Polizei nach Überflutungen vier Tote. © picture alliance/dpa

Nach Überflutungen und Dauerregen sind laut Polizei im Eifel-Landkreis Ahrweiler vier Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben eines Sprechers der Polizei in Koblenz wurden sie an verschiedenen Orten im Landkreis gefunden. Die weiteren Umstände seien noch unklar.

Im Eifel-Ort Schuld bei Adenau waren den Angaben zufolge in der Nacht zum Donnerstag sechs Häuser eingestürzt. Derzeit würden dort mehr als 30 Menschen vermisst. Eine Vielzahl an Häusern sei instabil, es bestehe Einsturzgefahr. Die Lage in Schuld sei unübersichtlich, so der Sprecher.

Wie viele Menschen genau vermisst würden, sei noch unklar. Der Katastrophenfall sei ausgerufen worden. Der gesamte Landkreis Ahrweiler sei von der Unwetterlage betroffen, sagte der Sprecher. Mehrere Orte wurden demnach wegen des Hochwassers von der Außenwelt abgeschnitten.

Ungefähr 50 Menschen befänden sich dort auf Hausdächern und müssten gerettet werden. Auch im Eifelkreis Bitburg-Prüm ist die Situation wegen Hochwassers nach Angaben eines Kreis-Sprechers extrem gefährlich.

Zwei Helfer von Fluten eingeschlossen

In Messerich in der Eifel wurden nach Angaben des Kreises zwei Helfer des Technischen Hilfswerks von den Fluten eingeschlossen, es besteht Lebensgefahr, wie der SWR berichtete. Am Abend hatten die Behörden im Landkreis Ahrweiler extremen Starkregen gemeldet.

Die Feuerwehr Koblenz half zusammen mit dem Technischen Hilfswerk Lahnstein und der Feuerwehr Mainz aus, um 800 Sandsäcke pro Stunde zu füllen. Diese wurden mit sechs Lkw in den Landkreis Ahrweiler gebracht. Es sei mit Sturzfluten und Überflutungen zu rechnen, hieß es.

Auf dem Campingplatz „Stahlhütte“ in Dorsel (Kreis Ahrweiler) und weiteren Anlagen entlang der Ahr mussten Personen von den Dächern ihrer Campingwagen gerettet werden.

dpa

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