Corona-Impfung

Vor Impfgipfel: Städte- und Gemeindebund fordert früheres Impfen in den Praxen

Bund und Länder beraten erneut über das weitere Vorgehen beim Impfen.
Bund und Länder beraten über das weitere Vorgehen beim Impfen - der Städte- und Gemeindebund fordert einen schnelleren Impfstart in Arztpraxen. © picture alliance/dpa/Prensa Internacional via ZUMA

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat Bund und Länder vor ihrem Impfgipfel am Freitag aufgefordert, mit den Impfungen in den Praxen früher als bisher geplant zu beginnen. „Auch wenn derzeit noch nicht genug Impfdosen vorhanden sind, sollten bestimmte Kontingente alsbald über die Apotheken an die Hausärzte gehen“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Impfzentren schaffen es bald nicht mehr allein“

Zudem sollte die Priorisierung von Impfgruppen flexibilisiert werden. Nötig sei ein klares Konzept, mit dem so schnell wie möglich die Hausärzte in das Impfgeschehen eingebunden werden könnten. „Wir werden in absehbarer Zeit eine so große Menge an Impfdosen zur Verfügung haben, dass wir diese nicht mehr allein in den Impfzentren verimpfen können“, betonte Landsberg.

Die notwendige neue Impfstrategie sollte auch die Betriebsärzte einbinden, die gerade bei großen Unternehmen eine Vielzahl von Personen impfen könnten, so der Verbandsvertreter.

Impfdosen sollen nicht übrig bleiben

Landsberg forderte zudem, die Priorisierung der Impfgruppen zu lockern. Wenn in einem Impfzentrum Dosen in großer Zahl übrig blieben, sollte vor Ort entschieden werden dürfen, dass auch Personen aus Gruppen geimpft werden, die noch nicht an der Reihe seien. „Eine Impfdosis im Arm ist immer besser als eine Impfdosis, die im Kühlschrank lagert, nur um bürokratische Vorgaben zu erfüllen“, sagte er.

Auf dem Verhandlungstisch liegt ein Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern, nachdem anders als zunächst geplant erst Mitte April damit begonnen werden soll, in den Arztpraxen zu impfen. Die Länder setzten mit dem Hinweis auf bereits vergebene Termine durch, dass die Impfzentren zunächst weiterhin fast die gesamte Liefermenge der Impfdosen erhalten, sodass für die Arztpraxen kaum etwas übrig bleibt.

Der Artikel "Vor Impfgipfel: Städte- und Gemeindebund fordert früheres Impfen in den Praxen" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland

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