Im Rochus-Hospital sind derzeit fünf Mitarbeiter positiv auf Corona getestet, weitere fünf Mitarbeiter sind in Quarantäne. Zudem werden gut ein Dutzend Corona-Patienten in der Castroper Klinik behandelt. © Tobias Weckenbrock
Coronavirus

Corona-Ausbruch nun auch im Rochus-Hospital in Castrop

Auch das St.-Rochus-Hospital ist nun von einem Corona-Ausbruch beeinträchtigt. Das Kreis-Gesundheitsamt ist eingeschaltet. Die Ausmaße sind aber nicht so groß wie am Evangelischen Krankenhaus.

Vergangene Woche ist das Evangelische Krankenhaus Castrop-Rauxel in die Schlagzeilen geraten: Dort gab es größere Ausfälle in der Belegschaft und eine große Anzahl Patienten wegen Coronavirus-Infektionen.

Nun steht fest: Auch das zweite Castrop-Rauxeler Krankenhaus, das Rochus-Hospital ist offenbar stärker von Corona-Infektionen betroffen als in den vergangenen Monaten.

Derzeit seien fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv getestet und fünf weitere in Quarantäne, weil es möglicherweise ungeschützte Kontakte untereinander gab. Aktuell würden im St.-Rochus-Hospital zudem 15 Patienten mit Covid-19 behandelt.

„Geschehen besser unter Kontrolle als im EvK“

Lena Heimers, Sprecherin des Kreises Recklinghausen, sagte, man habe das Geschehen besser unter Kontrolle als im EvK. Während sich Corona-Infektionen am Rochus auf eine Station bezögen, seien im EvK seien gleich mehrere Stationen betroffen gewesen, unter denen es auch einen Austausch und Kontakte gab.

Heimers vom Kreis am Donnerstagnachmittag gegenüber unserer Redaktion:

„Es gibt eine betroffene Station, der Unterschied zum EvK ist, dass es hier eine überschaubare und gut kontrollierbare Lage für uns ist.“ Am EvK habe sich das Geschehen durchs ganze Krankenhaus gezogen. „Das haben wir beim Rochus nicht, die Infektionen sind gut lokalisierbar.“

Man stehe nun in ganz enger Abstimmung mit dem Rochus, gucke sich die Situation genau an. Bekannt sei der Ausbruch seit Ende vergangener Woche, als die Klinik sich beim Gesundheitsamt gemeldet habe. Nun wird auch hier über Verbesserungen im Hygienekonzept gesprochen: „Es gab Abstimmungen, es sind dieselben Themen wie eine Anpassung der Schutzkleidungsregeln, der Testkonzepte und solcher Dinge auf der Suche nach Optimierungsmöglichkeiten. Aber die Kliniken haben Hygieniker, die anders als üblich immer in Absprache mit uns stehen, weil wir eine Pandemie-Lage haben.“

Quarantäne wegen ungeschützter Kontakte

Die Quarantäne sei notwendig, weil zum Beispiel in Pausensituationen nicht ganz klar ist, ob stets alle Abstände eingehalten wurden oder weil es Treffen im privaten Umfeld gegeben haben könnte. Einen ungeschützten Kontakt zu Covid-Patienten habe es nicht gegeben, so Heimers.

Eine gesonderte Untersuchung auf Mutationen habe man hier nicht vorgenommen, „da wir hier die Übertragungswege in der Nachverfolgung klären konnten“, so Heimers. Man habe zwar verstärkt Testungen durchgeführt. Die liefen aber in Eigenregie des Krankenhauses.

Letzter größerer Ausbruch im August 2020

Einen größeren Ausbruch des Coronavirus gab es am Rochus-Hospital im August 2020. Damals gab es zunächst neun Infizierte: zwei Patienten und sieben Mitarbeiter aus dem Pflege- und dem ärztlichen Dienst. Nach einer zweiten Testrunde war von vier Patienten und zehn Mitarbeitern die Rede.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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