Evangelische Kirche

Evangelische Kirche: Kirchenkreis Herne soll mit Nachbarkreis fusionieren

Die Verwaltung des Kirchenamtes Herne/Castrop-Rauxel soll mit Gelsenkirchen und Wattenscheid fusionieren. Das soll Mitarbeitern helfen. Trotz schrumpfender Mitgliederzahlen sollen alle bleiben.
Die Lutherkirche in der Altstadt: Den Evangelischen Kirchengemeinden geht es 2021 schlechter als in den Jahren zuvor. Auch die Corona-Krise wirkt sich auf den Finanzhaushalt aus. © Jens Lukas

Die Verwaltung zweier Kreisverwaltungen der evangelischen Kirche soll in Zukunft zusammengelegt werden. Ziel der Fusion der Verwaltungen der Kirchenkreise Herne und Gelsenkirchen / Wattenscheid ist, die zum Teil schwierige Situation für die Mitarbeiter zu entlasten. Außerdem verspricht sich die Leitung der Kirchenkreise höhere Professionalität und Leistungsfähigkeit, mehr Flexibilität und eine bessere Bewältigung der vielfältigen Aufgaben.

Burkhard Feige, Verwaltungsleiter des Kirchenkreises Herne, arbeitet bereits mit halber Stelle im Kirchenkreis Gelsenkirchen / Wattenscheid. Er empfindet die Zusammenarbeit als positive Entwicklung. „Hier zeigen sich bereits Synergien, zudem ist die Kostenersparnis bei der Verwaltungsleiterstelle deutlich spürbar“, sagt Feige.

Mehr Flexibilität und Absicherung

Trotz zurückgehender Gemeindegliederzahlen würden die Verwaltungsaufgaben umfangreicher und komplexer. Das könne eine große Einheit besser gewährleisten als zwei kleinere.

„Die vorgegebene Mindestpersonalausstattung stößt an ihre Grenzen, wenn es zu Ausfällen von Mitarbeitenden kommt. Das können wir in unserem Herner Kreiskirchenamt kaum auffangen“, sagt Feige. „Vertretungsregelungen in größerem Verbund ermöglichen den Mitarbeitenden darüber hinaus, sich fortzubilden und zu spezialisieren.“

Die Verwaltung sei „auf Kante genäht“, findet der Herner Pfarrer Arnd Röbbelen, der für die Öffentlichkeitsarbeit des Kreises zuständig ist. Zu dem gehören die drei Kirchengemeinden Castrop-Rauxel Nord, die Pauluskirchengemeinde und die Gemeinde Schwerin-Frohlinde. „Wenn jemand ausfällt, in den Mutterschutz geht oder einen Unfall hat, dann kann das der Kirchenkreis Herne kaum auffangen. Bei großen Einheiten ist das weitaus eher möglich.“

Weitere finanzielle Einsparungen seien nicht zu erwarten. Auch deshalb, weil alle Mitarbeitenden in einer zusammengeführten Verwaltung ihren Arbeitsplatz behalten. „Entlassungen wird es nicht geben“, stellt Burkhard Feige klar. Die Menge an Arbeit bliebe pro Kirchenkreis die gleiche.

Wohin kommt das Kreiskirchenamt?

Der Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises Herne, der vergangene Woche tagte, hat nun den Auftrag, die Zusammenlegung der Ämter in einen konkreten Plan zu gießen. Es muss ein Entwurf einer Verbandssatzung für ein gemeinsames Kreiskirchenamt her, es braucht auch Vorschläge für einen möglichen Standort.

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