Das Musical „Radio Ruhrpott“ soll möglichst bald wieder in der Castrop-Rauxeler Stadthalle zu sehen sein. Bei der Forum GmbH sucht man nach Terminen in der zweiten Hälfte des Jahres. © Marc-André Landsiedel
Veranstaltungsverbot

Event-Branche in Castrop-Rauxel: Erst 2022 wirds wieder richtig losgehen

Der Lockdown ist vorerst bis zum 14. Februar verlängert, Veranstaltungen sind weiterhin untersagt. Die Event-Veranstalter in Castrop-Rauxel planen trotzdem - auch schon für kommendes Jahr.

2020 war kein leichtes Jahr für die Veranstaltungsbranche in Castrop-Rauxel, viele Events, Konzerte oder Workshops mussten aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt oder verschoben werden.

Allenfalls in den Sommermonaten konnten einige Veranstaltungen, die dem ersten Lockdown zum Opfer gefallen waren, nachgeholt werden – wenn auch unter besonderen Auflagen.

Seit November sind Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie wieder bis auf Weiteres gänzlich untersagt. Castrop-Rauxeler Veranstalter blicken in eine ungewisse Zukunft. Die Planungen für Events laufen allerdings weiter auf Hochtouren.

Hoffen auf erste Events im März

„Wir gehen davon aus, dass es in der zweiten Hälfte 2021, spätestens im Herbst, wieder mit Veranstaltungen los gehen wird“, sagt Peter Breuer von der Forum GmbH, die die Events in der Castrop-Rauxeler Stadthalle und der Europahalle organisiert.

Die längst ausverkauften Auftritte von Herbert Knebel oder Thorsten Sträter, die von 2020 auf 2021 verschoben worden waren, hat man jetzt in die zweite Februarhälfte 2022 gelegt. Kleinere Events wie etwa der Modellspielzeug-Markt hofft man noch in der ersten Hälfte 2021 zu realisieren.

„Es bleibt zu hoffen, dass der Start der Impfzentren nach und nach die gegenwärtige Situation entspannt. Einige Agenturen, mit denen wir arbeiten, setzen aber nicht mehr auf 2021, die gehen davon aus, dass erst 2022 wieder so etwas wie ein Normalbetrieb stattfinden wird“, so Breuer. Auch für weitere Aufführungen des Musicals “Radio Ruhrpott” suche man derzeit neue Termine.

Belastende Situation

Der Lockdown und die damit verbundene berufliche Situation belasten auch Veranstalterin Vanessa Schulz sehr, wie sie sagt. Jedoch dürfe sie als Unternehmerin gerade in schwierigen Zeiten nicht den Mut verlieren. Trotz der aktuellen Umstände plane Schulz neue Veranstaltungsformate für die Zeit nach Corona.

Der Schwerpunkt ihrer Agentur „Vanessa Schulz Veranstaltungen“ liegt in der Konzeptionierung, Gestaltung und Umsetzung großer Veranstaltungen- Schwerpunktmäßig im Gesundheitsbereich. Schulz hofft, dass im Mai des Jahres ein von ihr mit dem Netzwerk „MedEcon Ruhr“ und der Alexianer GmbH geplantes Gesundheitssymposium stattfinden kann.

„Gleichzeitig habe ich den Auftrag, für die Auszubildenden eines führenden Krankenhauskonzerns den diesjährigen Schülertag im Sommer zu organisieren. Die enge und verlässliche Anbindung an die Kooperationspartner und Unternehmen lassen mich positiv in die Zukunft schauen“, sagt Schulz.

Fortsetzung des Markts der Möglichkeiten

In Castrop-Rauxel möchte sie an den Erfolg aus dem vergangenen Jahr anschließen und wieder einen „Markt der Möglichkeiten“ veranstalten. Der große Zuspruch der Castrop-Rauxeler habe sie im September sehr beeindruckt. Eine Neuauflage der Veranstaltung könnte laut Schulz im September 2021 realisiert werden, sofern sich die Lockdown-Situation bis dahin entspannt.

„Viele Menschen haben mir in der letzten Zeit Nachrichten gesendet, dass sie sich sehr freuen, wenn es auch mit den kleineren Veranstaltungen wieder losgeht“, erzählt Vanessa Schulz. Ein schwerer Verlust zur Weihnachtszeit sei die Absage aller kleineren Veranstaltungen im Advent gewesen.

Beim Team des Tanzpalast Mythos geht man offenbar davon aus, dass die nächste große Party dort im März steigen könnte. Auf der Facebook-Seite der Restaurant- und Eventlocation ist jedenfalls eine 90er-Jahre-Party mit DJ für den 6. März 2021 angekündigt.

Eine Anfrage unserer Redaktion hinsichtlich der zukünftigen Event-Planungen ließ man aber von Seite des Mythos-Teams unbeantwortet.

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Freier Mitarbeiter
Fabian Paffendorf, Jahrgang 1978, kam 2003 zum Journalismus. Ursprünglich als Berichterstatter im Bereich Film und Fernsehen unterwegs, drehte er kleinere Dokumentationen und Making-Of-Berichte für DVD-Firmen. In diesem Zusammenhang erschienen seine Kritiken, Interviews und Berichte in verschiedenen Fachmagazinen und bei Online-Filmseiten. Seit 2004 ist der gebürtige Sauerländer im Lokaljournalismus unterwegs. Für die Ruhr Nachrichten schreibt er seit Herbst 2013.
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