Castrop-Rauxel soll eine vernetzte Stadt werden, ganz nach den Vorstellungen und Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger. © dpa
Digitalisierung

Große Ambitionen: Wie Castrop-Rauxel zur digitalen Stadt werden will

Die Stadtverwaltung hat jetzt ihren neuen Digitalisierungsbeauftragten vorgestellt. Mit seiner Hilfe und der Hilfe der Castrop-Rauxeler will man die Stadt in die digitale Zukunft führen.

Der neue Digitalisierungsbeauftragte Miguel Garcia betont schon in der Einleitung zu seiner kurzen Präsentation über CAS.digital (City Agil Smart digital), dass für ihn die Kommunikation mit den Bürgern der Schlüssel zu einer erfolgreichen Digitalisierungsstrategie ist.

Zuerst legt der gebürtige Dortmunder dar, welche Projekte es schon gibt: Die CAS-App und das DigiQuartier sind nur zwei Beispiele dafür. Und im August soll ein Serviceportal starten, in dem die Bürger erste Services der Stadt tatsächloch digital in Anspruch nehmen können.

Der Plan, den die Stadt dazu in Zusammenarbeit mit den Bürgern erstellen will, „soll die Kür zur Pflicht sein“, wie es Bürgermeister Rajko Kravanja bei der Projekt-Vorstellung ausdrückte. Während beispielsweise der Breitbandausbau eine Selbstverständlichkeit sei, ginge es in der Digitalisierungsstrategie der Stadt darum, etwa im Schulbereich Eltern, Schüler und Lehrer an einen Tisch zu bringen und herauszufinden, was die Akteure überhaupt brauchten.

Der Plan für die Zukunft ist dabei ambitioniert. In allen Bereichen des Castrop-Rauxeler Lebens soll die Digitalisierung Einzug halten. Ob es um die erwähnte Schule, um Sicherheit oder Gesundheit geht, um klassische Verwaltungsaufgaben bis zur Mobilität – in allen Teilen des Stadtlebens soll es Veränderungen geben.

In allen Bereichen neue Wege gehen

Einige sind offensichtlich, wie die digitale Verwaltung, in der Nachfragen und Anträge online gestellt werden können, ohne noch ins Rathaus zu müssen. Andere Ideen sind etwas ungewöhnlicher. Da denkt man etwa an Sensoren in Laternen, die Temperatur und Luftdruck messen und den Menschen so Aufschluss über gesundheitsrelevante Werte geben können.

Rajko Kravanja und Miguel Garcia unterstrichen bei der Präsentation der Digi-Strategie immer wieder, dass diese nur zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern entstehen könne. Ganz konkrete Pläne existierten noch nicht, „denn wir wollen die Nutzer abholen”, erklärte Garcia, denn „ wir wollen Lösungen für die Bedürfnisse der Menschen finden”.

Digitalisierung für alle Bürger

Verstärkte direkte Kommunikation mit Vereinen, Gruppierungen, Unternehmen und den einzelnen Bürgern sei daher der Kern der neuen Strategie. In einem Portal sollen die Menschen ihre Gedanken einbringen können und ihre ganz persönliche Vorstellung zur digitalen Zukunft Castrop-Rauxels miteinander diskutieren.

Kravanja betonte, dass auch und besonders jene Menschen mit niederschwelligen Angeboten angesprochen werden sollen, die noch nicht viel mit der Digitalisierung am Hut haben. „Alle sollen ins Boot geholt werden”, so der Bürgermeister. Mit den ersten Früchten der gemeinsamen Arbeiten sei im Sommer 2022 zu rechnen.

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Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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Nora Varga

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