Der Westring musste 2020 phasenweise komplett gesperrt werden. Hier in der Nähe der Brücke über den Landwehrbach wird auch 2021 gebaut. Ebenso wie nördlich der A42. © Volker Engel
Straßen- und Kanalbau

Hier baut der EUV: Das sind zwölf zentrale Baustellen im Jahr 2021

Worauf können sich die Castrop-Rauxeler in diesem Jahr im Stadtgebiet einstellen? Wo wird welche Straße aus- oder umgebaut? Wo kommt es wann zu Verkehrsbehinderungen? Ein Ausblick.

Rund 2,5 Millionen Euro plant der EUV-Stadtbetrieb in Castrop-Rauxel in seinem Etat für das Jahr 2021 im Straßenbau ein. Weitere Millionen fließen in Großprojekte im Kanalbau wie die oberirdische Entfesselung und unterirdische Verlegung des Landwehrbachs und einen Abwassersammler am Schlaanbach. Aber was ist wann konkret geplant? Wo gibt es Verkehrsbehinderungen? Ein Überblick:

  • Seit Monaten laufen bereits die Bauarbeiten an der Thomasstraße in der Castroper Altstadt. Im Herbst begannen sie, aus dem Maßnahmenpaket mit Cottenburgstraße und Zeppelinstraße sind nur noch sie verblieben. Hier wird der Gehweg komplett saniert, sodass die Straße fußläufig von Dortmunder Straße bis Obere Münsterstraße gut passierbar und weitgehend barrierefrei wird. Veranschlagte Kosten: 130.000 Euro. Gesperrt ist die Durchfahrt hier noch immer, die Arbeiten sollen aber bis spätestens Ostern abgeschlossen sein.

  • Für 400.000 Euro wird noch vor Ostern am Westring gebuddelt: Hier wird der Straßenbelag zwischen Holthauser Straße und A42 nördlich der Autobahn grundlegend erneuert.

  • In Pöppinghausen wird aus Wewelingstraße und Ringelrodtweg entlang des Umspannwerks ein Bürgerradweg. Mit diesem kleinen Kniff ist es gelungen, dass man eine der rumpeligsten Straßen der Stadt nun endlich glätten kann. Der Radweg ist in weiten Teilen finanziell gefördert, schließt aber auch direkt an die König-Ludwig-Trasse an und verbindet sie direkt mit dem Dorfkern. Kosten: 435.000 Euro. Los gehen soll es im 3. Quartal 2021.

  • Drei Bushaltestellen (je beidseitig) werden für 180.000 Euro behindertengerecht ausgebaut: Vockmannshof in Henrichenburg, Ickerner Straße und Amt-/Bergstraße in Dorf Rauxel. Baubeginn ist im März.

  • Die Regenwasserkanalisation wird auf der Westricher Straße in Frohlinde saniert. In diesem Zuge wird auch die Straßenoberfläche zwischen Merklinder Straße und In der Fühle erneuert. Gebaut werden soll im 2. und 3. Quartal. Kostenpunkt: 331.000 Euro.

  • Die Lakestraße und die Gehwege zwischen Ickerner Straße und In der Mark werden für zusammen rund 400.000 Euro im 3. und 4. Quartal saniert.

  • Die Stichwege nördlich der Denrodtstraße an der Lambertstraße für 72.000 Euro und die Denrodtstraße östlich der Lambertstraße und ihre Stichwege (242.000 Euro) erhalten neue Oberflächen. Angepeilt für die Arbeiten in Henrichenburg sind das 2. Halbjahr 2021.

  • Im selben Stadtteil steht die Straße Schöttelkamp (von Kettelerstraße bis B235 inkl. Einhänger 9-17 und Parkplatz) für 315.000 Euro im Programm für 2021. Hier geht es im 2. Quartal mit der Erneuerung der Straßenoberfläche los.

  • Eine Fußwegeverbindung des Wohngebietes Am Scheitensberg mit der Christinenstraße lässt die Stadt sich 80.000 Euro kosten. Gebaut werden soll im 3. Quartal.

  • Auf der Frankenstraße in Habinghorst werden Kanäle erneuert. Im 2. und 3. Quartal wird gebaut. Kostenpunkt: 400.000 Euro. Gleiches steht am Jägerweg und Fuchsweg in Merklinde an. Hier werden 500.000 Euro aufgerufen (3. Quartal).

  • Die ökologische Verbesserung des Landwehrbachs hat schon vergangenes Jahr begonnen, zieht sich aber an unterschiedlichen Stellen noch bis 2022. Er wird zum Teil unterirdisch in Kanäle verlegt, Regenwasser wird von Schmutzwasser getrennt. Alles in allem gibt es ein Budget von 17 Millionen Euro. Die Arbeiten erstrecken sich vom Rennbahngelände über B235 und Glückaufstraße bis zum Stadtgarten und von dort weiter über Schillerstraße und Erin-Park bis zur Herner Straße.

  • Der Schlaanbach, Zulauf des Landwehrbachs in Höhe des Westrings, wird als Mischwassersammler wie der Landwehrbach entflochten: Abwasser und Regenwasser werden getrennt, um alle Emscher-Zuflüsse frei von Abwässern zu machen. Die Kosten wurden 2018 mit 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Für 2021 (Baubeginn: 3. Quartal) sind 1,5 Millionen Euro eingeplant.
Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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