Dr. Uwe Werfel, Impfkoordinator der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft, impft Bengin Alabdala, Assistenzarzt der Klinik für Pneumologie und Infektiologie am Standort Herne. © EvK
Coronavirus

Impfstoff für Krankenhäuser in Castrop-Rauxel ist auf dem Weg

Im Januar ist die Coronaschutz-Impfung von Krankenhaus-Personal noch gescheitert. Jetzt soll es losgehen – sowohl im Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel als auch im St.-Rochus-Hospital.

Mitte Januar war nach zwei Tagen, an denen an Krankenhäusern geimpft wurde, Schluss. Bis Castrop-Rauxel kam der Impfstoff nicht mehr. Seit 1. Februar laufen die Impfungen an Kliniken und stationären Pflegeeinrichtungen wieder. Auch das Evangelische Krankenhaus und das St.-Rochus-Hospital in Castrop-Rauxel haben Impfstoff bestellt.

„Wir rechnen in dieser Woche damit, 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen mit der höchsten Gefährdungsstufe im St. Rochus-Hospital zu impfen“, teilt Standortleiter Axel Westermann mit. Das soll erst der Anfang sein. Mehr als 80 Prozent der Mitarbeiter im Rochus sind offenbar bereit, sich impfen zu lassen. Deshalb wurde eine Priorisierung vereinbart, die sich nach der Kontaktwahrscheinlichkeit zu infizierten Patienten richtet.

Eine Priorisierung, die sich nach Tätigkeit und Gefährdung der Impfwilligen richtet, wird auch am Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel vorgenommen. Hier wird ein hauseigenes Impf-Team ab Donnerstag (4.2.) Mitarbeiter impfen. „Wir bekommen voraussichtlich 350 Dosen. Bestellt waren fast 500“, sagt Verwaltungsdirektor Gerhard Glock auf Anfrage. Mehr als 70 Prozent der Beschäftigten hätten ihre Bereitschaft signalisiert, sich impfen zu lassen.

EvK machte am Montag in Herne den Anfang

Erfahrungen werden bereits am Montag (1.2.) an den beiden Herner Standorten der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft gesammelt. Dort werden über mehrere Tage 600 Mitarbeiter die erste Dosis der Corona-Schutzimpfung erhalten. 920 hatten sich dort für eine Impfung angemeldet. Start war am frühen Nachmittag – und ganz bewusst nicht am Morgen.

Beim ersten vorgesehenen Termin am 20. Januar hatte das EvK Herne erst am Morgen erfahren, dass der Impftermin weniger als fünf Stunden später wegen fehlenden Impfstoffs abgesagt werden musste. Auch der Termin zwei Tage später am Standort in Castrop-Rauxel (22.1.) kam nicht zustande.

Scharf kritisierte die Klinikleitung damals den respektlosen Umgang. Das habe nichts mit Wertschätzung für den engagierten Einsatz von Pflegenden und Ärzten zu tun.

Auch jetzt rechnete man erst spät am Sonntag (31.1.) mit der definitiven Zusage für die Standorte, wie Pressesprecherin Andrea Wocher mitteilte. Das sei nicht optimal, weil eine ungeheure Logistik hinter diesen Terminen stecke. Mitarbeiter werden eigens einbestellt, oder es muss Ersatz in ihren Schichten gefunden werden. Umso mehr freute dann die Nachricht: Der Impfstoff kommt.

EvK fährt Betrieb wieder hoch

  • In enger Absprache mit dem Gesundheitsamt wird der Betrieb im EvK Castrop-Rauxel jetzt sukzessive wieder hochgefahren.
  • Gestartet wird am 2. Februar mit dem Wiederanschluss an die Notfallversorgung sowie der Öffnung einer weiteren Station und der Stroke Unit.
  • Stand Montagmorgen werden 38 Corona-Patienten im Haus behandelt, davon muss ein Patient auf der Intensivstation beatmet werden.
  • In Quarantäne befinden sich zur Zeit noch 59 Mitarbeitende, Tendenz sinkend.
Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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