Impfungen für Krankenhauspersonal gab es zum Teil schon. Nach einem Impfstopp soll es jetzt auch in Castrop-Rauxel losgehen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Coronavirus

Impfungen für Krankenhaus-Mitarbeiter: Hoffnung, dass es jetzt klappt

Nachdem die ersten Impf-Termine in den Krankenhäusern in Castrop-Rauxel kurzfristig scheiterten, weil es keinen Impfstoff gab, soll es nun losgehen. Das EvK ist bereit, aber vorsichtig.

Der Corona-Ausbruch im Evangelischen Krankenhaus hat deutlich gemacht, wie wichtig die Impfungen für die Beschäftigten dort sind. Nachdem ein erster Termin kurzfristig abgesagt wurde, soll es jetzt soweit sein. Sicher, dass es diesmal klappt, sind sich die Verantwortlichen im EvK aber noch nicht.

„Die Impfung ist das, was unsere Mitarbeiter schützt“, sagte Heinz-Werner Bitter, Geschäftsführer der Ev. Krankenhausgemeinschaft, als er über die Situation am Castrop-Rauxeler Standort berichtete. Am Mittwoch (27.1.) waren noch 63 Beschäftigte in Quarantäne. Es sei eine schwierige Situation, Mitarbeiter derart ungeschützt arbeiten zu lassen. Das wolle man so schnell wie möglich ändern.

Ab Montag, 1. Februar, soll wieder in den Krankenhäusern des Landes geimpft werden. An zwei Tagen, am 18. und 19. Januar, war das schon einmal der Fall. Im Kreis Recklinghausen war das Klinikum Vest zum Beispiel bereits an der Reihe. Am EvK Herne erfuhr die Klinik am 20. Januar, dass es wegen Lieferschwierigkeiten keinen Impfstoff gebe. Da waren Mitarbeiter bereits einbestellt, fünf Stunden später hätte es losgehen sollen. Der Termin im EvK in Castrop-Rauxel am Freitag (22.1.) fiel ebenfalls aus.

Noch steht nicht fest, ob der Impfstoff wie geplant kommt

Die Enttäuschung war sehr groß. Scharf kritisierte die Klinikleitung den respektlosen Umgang. Das habe nichts mit Wertschätzung für den engagierten Einsatz von Pflegenden und Ärzten zu tun.

Am EvK Castrop-Rauxel will man die Mitarbeiter nun am Mittwoch (3.2.) impfen lassen. Ob das klappen wird? „Wir bekommen erst am Sonntag Nachricht, ob unsere Wünsche erfüllt werden“, sagt Pressesprecherin Andrea Wocher. Am EvK Herne mit seinen Standorten will man sogar schon am 1. Februar starten. Man habe vorsichtshalber den Termin erst für den Nachmittag angesetzt. Zeit genug also, um zur Not wieder allen abzusagen.

Wie viele der Beschäftigten bei dem ersten Termin geimpft werden, steht ebenfalls noch nicht fest. Die Bereitschaft sei hoch, hatte das EvK bereits zum ursprünglichen Impfstart gemeldet. Etwa 70 Prozent der Mitarbeiter wollen sich impfen lassen, hieß es damals.

Impfaktion bedeutet einen hohen logistischen Aufwand

Für 530 Mitarbeiter, so Andrea Wocher, wurde damals Impfstoff angemeldet. Erst wurden dem EvK nur 200 zugesagt. Dann kam der generelle Impfstopp. Auch jetzt rechnet man damit, dass nicht alle, die wollen, sofort geimpft werden können. Zuerst sind die Mitarbeiter an der Reihe, die am stärksten gefährdet sind.

Die Impfungen in den Krankenhäusern sind mit einem hohen logistischen Aufwand verbunden. Zum einen laufen die Anmeldungen mit Bestellungen über mehrere Stationen wie Kreis mit Impfzentrum und Land. Zum anderen müssen die Beschäftigten alle unabhängig von den Dienstplänen einbestellt werden oder Ersatz auf den Stationen organisiert werden.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt