Noch ist es eingezäunt: Das Impfzentrum Recklinghausen eröffnet wohl am 8. Februar. © Thomas Schönert
Coronavirus

Junge Union will ältere Menschen zur Impfung fahren – Jusos warnen

Die Anmeldung für einen Impftermin hat am Montag (25.1.) begonnen. Für viele ältere Menschen ist sie kompliziert und der Weg nach Recklinghausen zu weit. Nun gibt es Hilfe, aber gleich auch Kritik.

Seit dem 25. Januar kann sich jeder Mensch über 80 Jahren einen Impftermin gegen das Coronavirus besorgen. Online oder über eine Telefonhotline. Doch das hat am Montag, dem Auftakttag, nicht reibungslos geklappt. Und für viele Menschen ist das alles auch nicht so leicht zu regeln. Die Junge Union Castrop-Rauxel bietet nun Hilfe an.

Ende vergangener Woche unterbreitete die CDU-Nachwuchsorganisation dieses Hilfsangebot: „Gerne unterstützen wir die ältere Generation dabei, online oder telefonisch einen Impftermin zu vereinbaren“, teilte JU-Sprecher Eliah Beisenherz mit. Soweit, so gut.

Aber auch ein zweites Angebot folgte, und darauf reagieren nun die Jusos: „Sofern der Weg zum Impfzentrum Schwierigkeiten bereiten sollte, stehen wir auch hier bereit und bieten unsere Fahrdienste an.“ Anmelden per E-Mail an info@ju-castrop-rauxel.de oder telefonisch unter 015754495346. „Wir freuen uns über jeden, der sich meldet und dem wir helfen können“, schreibt die Junge Union.

Jusos mahnen zur Vorsicht

Auch die Jusos in Castrop-Rauxel, der Nachwuchs der SPD, setzten sich nach einer Pressemitteilung von Montag (25.1.) dafür ein, dass es Menschen gibt, die andere zum Impfzentrum nach Recklinghausen fahren. Die Vorsitzenden Lea Leidig und Daniel Djan warnen allerdings vor organisierten Fahrten im größeren Stil; ein kleiner Seitenhieb auf das Angebot der JU: „Wenn jetzt eine Person einen ganzen Tag lang ohne negatives Testergebnis mehrere Personen hin und zurück fährt, kann man so schnell zu einem sogenannten Superspreader werden. Dann würde man das Virus nämlich an mehrere Personen der Risikogruppe verteilen.“

Die Jusos fordern, dass „Sammelfahrten“ von offizieller Hand organisiert und durchgeführt werden sollten. Landrat Bodo Klimpel (CDU) hatte das jedoch verneint. Er sagte, zwar es werde geprüft, ob der Arzt einen Beförderungsschein per Taxi ausstellen könne, wie das zum Beispiel bei Dialyse-Patienten der Fall ist. Dafür übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

Ob das auch bei Impfungen kommen wird, ist allerdings offen. Die beginnen im Impfzentrum auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen zentral für den ganzen Kreis Recklinghausen am 8. Februar. Hin darf man nur auf Termin. Einen Transportservice gibt es nicht. Das Impfzentrum liegt allerdings relativ zentral in der Innenstadt der Kreisstadt.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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