Bürgermeister Rajko Kravanja ist am Mittwoch selbst eine Runde beim EUV-Winterdienst mitgefahren. © EUV
EUV-Winterdienst

Kravanja: „Wir können gar nicht auf so einen Winter eingestellt sein“

Im Video-Interview mit unserer Redaktion hat Bürgermeister Rajko Kravanja Stellung zu den Vorwürfen gegen den EUV genommen. Man befinde sich in einer Ausnahmesituation.

Castrop-Rauxels Bürgermeister Rajko Kravanja hat das Krisenmanagement des Stadtbetriebs EUV gegen Kritiker in der Stadt verteidigt. Im Interview mit unserer Redaktion sagte Kravanja, ein solches Schnee-Ereignis gebe es nur alle 20, 30 Jahre: „Darauf können wir uns gar nicht einstellen.“

Man plane den „normalen“ Winter in Castrop-Rauxel und halte dafür eine bestimmte Zahl an Fahrzeugen vor. „Wir können in unseren Breitengraden gar nicht auf so einen Winter eingestellt sein. Dann würden wir auch ne ganz andere Gebühr nehmen müssen“, sagte Kravanja. Er finde, mit dem, was die Stadt vorhalte und was man organisiert habe, könne man sich auch im Vergleich zu anderen Städten sehen lassen.

Es sei der Stadt auch nicht möglich gewesen, etwa auf private Dienste zurückzugreifen. Diese seien voll ausgelastet: „Auch die haben nicht die Leute in der Ecke stehen und können sagen: ‚Jetzt ist gerade der Extremwinter, komm doch mal rüber und mach das.‘“

Den Beschluss, die Leerung von Papier- und Biotonne weiter zu verschieben und nur die Leerung von Gelber Tonne und Restmüll-Tonne nachzuholen, habe man sich nicht leicht gemacht. „Das ist mal ne Ausnahmesituation. Da bitten wir um Verständnis.“ Castrop-Rauxel sei da in bester Gesellschaft, etwa von Bochum, Herne und Dortmund.

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Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Fühlt sich in Castrop-Rauxel und im Dortmunder Westen gleichermaßen zu Hause. Mag Politik, mag Kultur, mag Sport, respektiert die Wirtschaft und schreibt zur Not über alles, was anfällt.
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Matthias Langrock

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