Naturschutzgebiete

Salamanderpest breitet sich in Castrop-Rauxel aus

Die sogenannte Salamanderpest hat Castrop-Rauxel heimgesucht. Die Ruhr-Universität Bochum will die Verbreitung der Krankheit erforschen und bittet die Europastädter um Hilfe.
Der Feuersalamander in den Castrop-Rauxeler Naturschutzgebieten ist durch eine tödliche Krankheit bedroht. © dpa

Ende 2020 sind laut der Ruhr Universität Bochum zahlreiche tote Feuersalamander im Naturschutzgebiet Langeloh in Castrop-Rauxel gefunden worden, inzwischen seien es bereits über 90 Tiere. Gestorben seien die Tiere an der sogenannten “Salamanderpest”, die die Salamanderbestände im Osten der Stadt, im Beerenbruch und im Grutholz sowie nördlich von Frohlinde akut bedrohe.

Ausgelöst wird die Salamanderpest durch einen Hautpilz namens Batrachochytrium salamandrivorans, kurz “Bsal”.

Der Pilz frisst Löcher in die Haut und stört damit wichtige Hautfunktionen etwa die Hautatmung und den Schutz vor Austrocknung, wie es in einer Pressemitteilung der Ruhr Universität heißt. Bei infizierten Tiere läge die Sterblichkeitsrate bei über 95 Prozent.

Mensch und Hund sind Überträger

Menschen, die sich in den Lebensräumen der Amphibien aufhalten, können unbewusst die Krankheit verbreiten, indem sie die Sporen an Kleidung oder Schuhen weitertragen. Gleiches gilt für Hunde, wenn sie Sporen über ihr Fell oder die Pfoten verbreiten.

Wer kranke oder tote Tiere entdeckt, sollte diese nicht berühren, aber melden: Bestenfalls sollten sie fotografiert werden und die Fotos unter Nennung der Stadt und des genauen Fundortes per Mail gesendet werden an meldung-feuersalamander@rub.de. Die Tiere werden dann von Mitarbeitern der Ruhruniversität Bochum eingesammelt und untersucht.

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