In Deininghausen laufen nach wie vor Modernisierungen der Vonovia-Wohnungen. 378 von 442 Wohnungen sollen am Ende saniert sein. © Vonovia / Bierwald
Wohnungsmiete

Sanierte Vonovia-Wohnungen werden teilweise bis zu 70 Euro teurer

Bezahlbarer Wohnraum ist in Castrop-Rauxel gefragt. Vonovia gehört zu den großen Anbietern, modernisiert gerade viele Wohnungen. Auf Mieter kommen dabei Mieterhöhungen zu. Wir haben die Preise.

Vonovia gehört in Castrop-Rauxel zu den Wohnungsunternehmen mit dem größten Bestand an Mietwohnungen. Knapp 2100 Wohnungen zählt die Wohnungsgesellschaft in der Europastadt zu ihrem Grundstock. Seit 2018, so Unternehmenssprecherin Bettina Benner, habe man von diesen 2100 Wohnungen rund 35 Prozent modernisiert und dabei auch energetisch aufgerüstet.

Ein Beispiel dafür seien die Modernisierungen in Deininghausen, wo man seit 2018 von den 442 Wohnungen bis heute 378 saniert habe, unter anderem Dächer und Fenster erneuert, Fassaden gedämmt, neue Außenbeleuchtungen und größere Balkone installiert und in manchen Wohnhäusern Aufzüge installiert habe. Das Projekt hier ist Teil der Modernisierungsoffensive von Landesregierung und Wohnungswirtschaft in Nordrhein-Westfalen und wird mit Mitteln des Landes bezuschusst.

Lob von Bürgermeister Rajko Kravanja

Zu den Kerngebieten der Sanierungen gehörte dabei der Stadtteil Deininghausen, wo der Vonovia laut Benner 442 Wohnungen gehören. Daneben bewirtschafte man in Castrop rund 260 Wohnungen, in Habinghorst 141, in Obercastrop 371 und in Rauxel 544 Wohnungen sowie kleinere Mengen in weiteren Stadtteilen.

In die energetische und sonstige Sanierung der 740 bislang modernisierten Wohnungen hat die Vonovia seit 2018 ein Volumen von mehr als 16 Millionen Euro investiert. Ein Engagement, das auch Bürgermeister Rajko Kravanja laut Vonovia lobt: „Vonovia schafft in Castrop-Rauxel bezahlbaren Wohnraum und sorgt für sozialverträgliche Modernisierungen“, wird Kravanja unter anderem zitiert.

Laut Vonovia-Regionalbereichsleiterin Mareike Dewes versuche man bei aller Modernisierung, den Mietern weiter ein sozialverträgliches Wohnen zu ermöglichen. „Vonovia hat sich dazu verpflichtet, die Modernisierungsumlage auf höchstens 2 Euro pro Quadratmeter zu begrenzen.“

Wer die Anpassung aufgrund persönlicher oder finanzieller Härten nicht aufbringen kann, könne sich an den jeweiligen Quartiersmanager und an das Härtefallmanagement wenden. Bettina Benner: „Wir besprechen mit ihnen individuelle Lösungen – besonderen Schutz haben hierbei Seniorinnen und Senioren über 70 Jahre. Lösungen können Kappungen der Miete, aber auch ein Umzug in eine kleinere Wohnung, wenn möglich im gleichen Quartier sein.“

Bei den Modernisierungen in Deininghausen liegt die monatliche Mehrbelastung nach der Modernisierung laut Bettina Benner „in der Regel zwischen 60 und 70 Euro.“ Hier hätten die Kunden die Energiekosten aber auch teilweise halbieren können.

Neuvermietungspreis liegt jetzt bei 6,40 Euro

Die Miete sei im Schnitt um 1,50 Euro Modernisierungsumlage auf 5,30 Euro für die Bestandsmieter erhöht worden. Die Neuvermietungsmiete liege derzeit bei etwa 6,40 Euro für eine modernisierte, einzugsfertige Wohnung im frei finanzierten Bestand. Bettina Benner: „Die Modernisierungsmaßnahme des dritten Bauabschnitts wird mit öffentlichen Mitteln gefördert. Hier wird maximal zu einer Miete von 5,85 Euro neuvermietet.“

Zum Vergleich: Die mittlere Nettokaltmiete lag laut Immobiliendienstleister Value AG 2020 deutschlandweit bei 8,13 Euro, in der teuersten deutschen Stadt, München, muss man bis zu 18,60 Euro für den Quadratmeter zahlen.

Neben Deininghausen hat das Wohnungsunternehmen in den letzten Jahren einige weitere Modernisierungsprojekte in Castrop Rauxel umgesetzt. Laut Benner waren das 2017 die Häuser Luisenstraße 24-38 und Pallasstraße 22+24, 2018 Wohnungen im Klothkamp und an der Tiergartenstraße 8 sowie im Jahr 2019 Wohnungen in den Häusern Germanenstraße 66-72.

Bettina Benner: „Momentan befinden wir uns in der Analysephase zu weiteren Modernisierungen. In der Regel finden vor dem Start der Modernisierungen Mieterversammlungen statt.“ Sollte dies aufgrund der Pandemie noch nicht möglich sein, werde man dazu schriftliche Infos versenden oder telefonische Sprechstunden anbieten.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter

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