Am EvK Castrop-Rauxel können jetzt wieder mehr Betten belegt werden. Der Verdacht auf eine Virus-Mutation hat sich nicht bestätigt. © Volker Beushausen
Coronavirus

Testergebnisse zu EvK-Ausbruch liegen vor: Corona-Mutation wurde geprüft

Am Evangelischen Krankenhaus in Castrop-Rauxel liegen nun Testergebnisse vor: Der dort seit vergangener Woche bekannte Corona-Ausbruch geht nicht auf eine Mutation von Sars-CoV-2 zurück.

Im Evangelischen Krankenhaus sind nur rund 130 von 390 Betten belegt. Grund ist ein größerer Ausbruch des Coronavirus auch in der Belegschaft, der zu einem Ausfall von mehr als 70 Mitarbeitern durch Positivmeldungen oder Quarantäne-Anordnungen geführt hat.

Nun liegen neue Testergebnisse vor, bei denen Abstriche erstmals auch explizit auf Virus-Mutationen wie die britische B.1.1.7 untersucht wurde.

Am Freitagnachmittag teilte Gerhard Glock, Verwaltungsdirektor des EvK Castrop-Rauxel mit, dass keine Virus-Variation vorliegt. Er erläutert auf Anfrage unserer Redaktion: „Das Speziallabor in Bad Salzuflen, das die Untersuchung der Virus-Proben auf eine Mutation hin vorgenommen hat, meldet ein erfreuliches Ergebnis: Es liegt keine britische, südafrikanische oder brasilianische Variante des Virus vor.“

Ab Anfang vergangener Woche hatten sich Corona-Infektionen verteilt über mehrere Stationen gezeigt. Knapp 50 Patienten wurden teilweise stationär behandelt, mehr als 70 Beschäftigte mussten in Quarantäne, größtenteils weil sie auch infiziert waren.

39 Corona-Patienten werden noch stationär behandelt

Stand Freitag werden 39 Patienten stationär behandelt, zwei von ihnen auf der Intensivstation, einer der beiden Patienten muss beatmet werden. Bei den Beschäftigten haben sich bereits mehrere wieder zum Einsatz zurückgemeldet.

Weil die Möglichkeit bestand, dass das Ausbruchsgeschehen von einem Patienten auf der Intensivstation ausging, wurde befürchtet, dass hier bereits eine Virus-Mutation vorhanden sei. Dies hat sich jetzt nicht bestätigt. Wegen der vielen Fälle wurden alle Abstriche auf die Virus-Mutationen getestet. „Es sind alle Proben durch, es sind keine bösen Überraschungen mehr zu erwarten“, berichtete am Freitag auch Kreis-Pressesprecherin Svenja Küchmeister.

Das EvK hat diese Nachricht sehnsüchtig erwartet. Denn es will ab Montag wieder den Betrieb langsam hochfahren. Zurzeit sind einige Stationen komplett leer. Gerhard Glock sagt dazu: „Das EvK plant in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt, die Wiederaufnahme des Betriebs zu organisieren.“

Das ist wichtig. Zum einen kann dann auch der Rettungsdienst wieder das EvK anfahren. Zum anderen fehlen dem Krankenhaus bei leeren Betten wichtige Einnahmen. Am 31. Januar läuft der Rettungsschirm 2 aus.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen
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