Im Wohnkomplex an der Langen Straße 107 in Habinghorst traten im April knapp 30 Corona-Fälle auf. © Tobias Weckenbrock
Lange Straße

Über 20 Corona-Infektionen an der Langen Straße – aber leichte Entwarnung

Im Wohnkomplex auf der Langen Straße sind mehrere Corona-Infektionen festgestellt worden. Leichte Entwarnung gibt es dennoch. Die Stadt informiert über das Infektionsgeschehen.

Die Nachricht versprach nichts Gutes. Zum einen verkündete die Stadt Castrop-Rauxel am 12. April (Montag), dass in einem Wohnkomplex auf der Langen Straße in Habinghorst weitere Corona-Fälle aufgetreten seien. Zum anderen stellte sie klar, dass noch nicht alle Ergebnisse der Test-Prozedur vorlägen.

Ein Massentest mit insgesamt 93 Abstrichen war zuvor angeordnet worden, 27 Corona-Infektionen wurden erfasst. Tendenz steigend, zumindest schien dies im Bereich des gut Möglichen. Schließlich lagen zu diesem Zeitpunkt nicht alle Test-Resultate vor. Rund eine Woche danach allerdings gab die Stadt Entwarnung.

„Stand heute sind in der Langen Straße 107 27 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden“, schreibt Pressesprecherin Julia Schulze am Dienstag (20. April) auf Anfrage dieser Redaktion. Und: „Die Lage vor Ort ist absolut ruhig.“ Kurz nach dem festgestellten Infektionsausbruch hatte die Stadt einen Sicherheitsdienst engagiert.

Der erhielt den Auftrag, zu gewährleisten, dass keiner der Bewohner den großen Wohnkomplex verlässt. Bisher ist das offenbar gelungen. Zudem, so vermeldete es die Stadt, sei Distanzunterricht für alle Kinder des Hauses inzwischen möglich.

Distanzunterricht ist möglich

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereichs Migration und Obdachlosenhilfe hätten die Schulmaterialien von sechs Schulen abgeholt und bereits in der vergangenen Woche begonnen, diese an die Kinde weiterzugeben, heißt es.

„Aktuell“ gebe es in Castrop-Rauxel darüber hinaus „kein weiteres lokal begrenztes Ausbruchsgeschehen dieser Größe, das diffuse Infektionsbild verteilt sich über die Stadt“, teilte Pressesprecherin Schulze mit.

Thomas Roehl, seinerseits Leiter des Bereichs Ordnung und Bürgerservice, erklärte: „Grundsätzlich gilt für das gesamte Stadtgebiet, dass die Zahl der Infektionen innerhalb eines Haushalts natürlich mit der Zahl der Mitglieder des betreffenden Haushalts korreliert.“

Heißt: Je mehr Menschen in einem Haushalt leben desto größer ist die Gefahr, dass bei einem Ausbruch gleich mehrere infiziert werden. Insofern kam der Ausbruch an der Langen Straße nicht überraschend. Circa 100 Bewohner leben dort. Ein Gast, der mehrere Tage zu Besuch gewesen sein soll, hatte das Virus wohl ins Haus getragen.

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Schreibt seit 2015. Arbeitet seit 2018 für die Ruhr Nachrichten und ist da vor allem in der Sportredaktion und rund um den BVB unterwegs.
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Leon Elspaß

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