Die Kreisliga A ist Ziel eines jeden Dorfvereins. Viele nehmen dafür auch Geld in die Hand. © Stefan Milk
Fußball

Fußballklub will zurück in die A-Kreisliga – aber über einen anderen Weg

Der Aufstieg ist meist das Ziel jeder Mannschaft. Ein Klub möchte wieder zurück in die Kreisliga A - über den konventionellen Weg. Aber der ist aktuell schon besonders.

Die Kreisliga A ist das Mindestziel eines jeden Fußballvereins. Hier geht’s gegen die ersten Mannschaften aus der unmittelbaren Nachbarschaft, hier zählt der Lokalkolorit. Auch B-Kreisligist SuS Rünthe will wieder in die Eliteliga des Kreises – aber über einen anderen Weg.

Eigens deshalb hat sich der SuS das Engagement seines ehemaligen Spielers gesichert: Sascha Blaszyk, seit einem Unfall an den Rollstuhl gefesselt, hat im vergangenen Jahr das Amt des Sportlichen Leiters übernommen und hat klare Ziele. „Ja, wir wollen natürlich in die Kreisliga A – aber über einen anderen Weg“, sagt er.

Bergkamener Nachwuchsspieler kicken in hohen Klassen

Der 45-Jährige hat lange Zeit beim SuS Oberaden erfolgreich in der Jugendarbeit mitgewirkt und die Mannschaft seines Sohnes Yannick trainiert. Und das mit Erfolg: Der 14-Jährige spielt mittlerweile in der U16 des VfL Bochum, Torwart Max Konradt bei Preußen Münster und Cris Fengler gar in der U15-Regionalliga mit RW Oberhausen. Blaszyk: „Ich denke, dass haben wir mit der Ausbildung gar nicht so schlecht gemacht.“

Sascha Blaszyk ist Sportlicher Leiter beim SuS Rünthe. © SuS © SuS

Auch diesen Weg möchte er mit dem SuS Rünthe beschreiten, aber: „Wir als Verein müssen uns auch auf diejenigen konzentrieren, die nicht dieses außergewöhnliche Talent und den Fleiß besitzen, aber gute Freizeitspieler sind“, sagt der Sportchef. „Die müssen wir entwickeln und in die Ausbildung der Spieler und Trainer investieren. Sie sind die Zukunft eines kleinen Vereins wie den SuS Rünthe.“

Zwei A-Junioren rücken in die Erste des SuS Rünthe auf

Ein erster Hoffnungsschimmer sind dabei Kamil Kachel und Bilal Atriki, die in der neuen Spielzeit aus der eigenen A-Jugend in den Kader der ersten Mannschaft um Trainer Engin Abali rücken. Weitere Zugänge sind aber noch geplant, denn der B-Kreisligist verliert eine ganze Reihe an Spielern.

Mit Dennis Wagner, Andre Reichelt, Manuel Noetzel, Jan Padurek und David Schenk wechseln gleich fünf Akteure zu den Altherren. Pascal Rupp verstärkt ab Sommer indes die Rünther Reserve. Auch Lukas Schott und Niklas Barks gehören verletzungsbedingt nicht mehr zum Kader.

Zu allem Überfluss verlassen auch noch drei Akteure den SuS Rünthe: Robert Goslawski wechselt zurück zum FC Overberge, Hasret Acar geht zum SV Stockum und Justin Matheußek schließt sich der Reserve des Lüner SV an. „Es ist schon ein großer Umbruch, der auf uns zukommt. Vor allem mit den drei Spielern hatten wir eigentlich fest geplant. Wir nehmen es aber, wie es kommt“, kommentiert Blaszyk die Situation.

Ihm ist bewusst, dass der Weg zurück in die Kreisliga A ohne die große finanzielle Unterstützung lang ist, aber: „da sind wir auf einem wirklich guten und richtigen Weg. Und davon werden wir alle beim SuS Rünthe auf lange Sicht hin profitieren.“

Über den Autor
Redaktion Lokalsport
67er Jahrgang aus dem Herzen Westfalens. Lokaljournalist durch und durch, seit über 25 Jahren mit dem geschärften Blick auf das Sportgeschehen zwischen Lippe und Ruhr.
Zur Autorenseite
Thorsten Teimann

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.