Julia Ritter startete jetzt bei den Deutschen Meisterschaften. Mit ihren Ergebnissen war die 23-Jährige aber nicht zufrieden. © Reith
Leichtathletik

Julia Ritter verfehlt DM-Medaille deutlich: „Zurzeit ist noch der Wurm drin“

Mit diesen Ergebnissen kann Julia Ritter nicht zufrieden sein: Bei den Deutschen Meisterschaften blieb sie hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. Doch der nächste Wettkampf steht schon bevor.

Julia Ritter aus Oberaden hat bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig am Wochenende nicht das abgeliefert, was sie sich im Vorfeld erhofft hatte.

Am Samstag trat die Athletin des TV Wattenscheid in ihrer Paradedisziplin – dem Kugelstoßen – an und erzielte hier eine Weite von nur 17,58 Metern. Am Ende stand Platz vier. „Die Kugel hat mir am Samstag total den Tag versaut“, gibt Ritter ehrlich zu. Eigentlich hatte sie sich vorgenommen, eine Weite um die 18-Meter-Marke zu erreichen – und sich so der Olympia-Norm von 18,50 Metern ein Stück weiter anzunähern.

Julia Ritter: Der Knoten muss jetzt langsam mal platzen“

„Zurzeit ist bei der Kugel einfach noch der Wurm drin. Es läuft noch nicht so, wie ich mir das vorstelle. Damit kann ich absolut nicht zufrieden sein“, sagt die 23-Jährige und fügt an: „Der Knoten muss jetzt langsam Mal platzen.“ Es fehlt noch ein guter Meter, um doch noch ein Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) zu ergattern. Das klingt viel, aber: „Es ist reine Kopfsache. Ich weiß, dass ich das kann, aber ich muss es jetzt langsam auch mal zeigen.“

Sara Gambetta vom SV Halle holte sich am Samstag den DM-Titel im Kugelstoßen mit einer Weite von 18,31 Metern. © dpa © dpa

Am Sonntag war Ritter erneut gefordert. Diesmal mit der Diskusscheibe. Mit einer Weite von glatten 57 Metern konnte sie zwar nicht an ihren tollen Wurf von vor wenigen Wochen in Halle (61,29 Meter) anknüpfen, „aber das war schon ganz solide“, kann Ritter mit der Weite und Platz sechs gut leben.

Erstmals seit vielen Monaten waren bei den Wettkämpfen auch wieder Zuschauer zugelassen. 2000 Menschen verfolgten an beiden Tagen die Meisterschaften. „Es war schön, dass mal wieder Zuschauer da waren, auch wenn es noch nicht ganz so war, wie man es früher vom Sport kennt“, sagt Ritter.

Unter der Woche geht‘s nach Finnland, am Wochenende nach Osterode

Trotz ihrer eigenen Titelkämpfe hatte sie genügend Zeit, sich auch andere Wettbewerbe anzusehen – etwa den Diskurswurf der Männer. „Da habe ich meinen Trainingspartner vom TV Wattenscheid, Daniel Jasinski, angefeuert, der am Ende mit einer Weite von 65,08 Metern Deutscher Meister geworden ist.“

Nach einem anstrengenden Wochenende in Niedersachsen bleibt Julia Ritter aber nur wenig Zeit, um zu regenerieren. Denn schon am Mittwoch steigt sie in den Flieger nach Finnland, wo sie unter der Woche ein Werfer-Meeting mit Kugel und Diskus hat. Wenn sie am Freitag zurück nach Deutschland fliegt, geht es vom Flughafen sofort weiter nach Osterode am Harz, wo Ritter am kommenden Wochenende ebenfalls wieder an den Start geht. „Da habe ich letztes Jahr mit der Kugel die 18 Meter geknackt. Ich hoffe, dass mir das dieses Jahr wieder gelingt.“

Über den Autor
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Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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