Ein Neuzugang des VfK Weddinghofen hat in seiner Jugendzeit lange in Dänemark Fußball gespielt und einiges gelernt. © dpa
Fußball

VfK-Neuling versprüht einen Hauch von „Danish Dynamite“ im Angriff

Technik und Taktik, gepaart mit Offensivkraft: Ein Neuzugang des VfK Weddinghofen hat in seiner Jugendzeit einiges gelernt - im dänischen Fußball.

Der Fußball-A-Kreisligist VfK Weddinghofen muss nicht noch einmal so einen Start in die Saison haben, wie es zuletzt in der A (1) der Fall war. Der Bergkamener Klub war nach vier Spielen punktloses Schlusslicht. Erst die Annullierung brachte glücklich den Klassenerhalt. Das soll sich künftig ändern – mit dänischer Fußballerfahrung.

Der VfK hat mit Diyar Tekin, Cafer Gül, Marvin Machmüller und Marcel Höhne bereits einige Neuverpflichtungen an Bord geholt. Jüngster Zugang ist Pascal Horchler, der seit Januar nur 250 Meter vom Sportplatz entfernt wohnt und mit dem VfK die Trendwende herbeiführen möchte.

Pascal Horchler spielte für den Nörre Nebel Footbal Klub

Und der Neue bringt quasi auch internationale Erfahrung mit. Pascal Horchler spielte, nachdem seine Familie nach Dänemark ausgewandert ist, in seiner Jugendzeit vier Jahre lang in Dänemark beim Nörre Nebel Footbal Klub. „Und das hat mich in der Tat ein Stückchen weitergebracht“, sagt der heute 19-Jährige.

Pascal Horchler schließt sich ab sofort dem VfK Weddinghofen an. © VfK © VfK

Die Jugendfußballausbildung in Deutschland und Dänemark weise erhebliche Unterschiede auf. Während in Deutschland viel Wert auf die Basics gelegt wird, spielen in Dänemark bereits früh Taktik und Technik eine entscheidende Rolle. Horchler: „Wir haben schon mit Systemvariationen gespielt. Ich wusste von Beginn an, dass man besser den schwächeren Innenverteidiger anläuft“, sagt der Offensivspieler, der sich auf der Zehner-Position am wohlsten fühlt. „Das ist schon ein Quantensprung gewesen.“

Pascal Horchler stürmte lange Zeit für RW Unna

Zurück in Deutschland und in der Kreisstadt Unna spielte Pascal Horchler lange Zeit bei den Rot-Weißen und eine halbe Saison beim BSV Heeren. Nach einer kurzen Pause und dem Umzug nach Weddinghofen soll es nun beim VfK weitergehen.

„Ausschlaggebend war natürlich die wohnliche Situation, der Platz liegt vor der Haustüre“, erklärt Horchler, der im Sommer eine Ausbildung als Lkw-Fahrer in Unna beginnt. Er habe aber auch viel extrem Gutes über den Verein gehört. „Freunde haben mir gesagt, dass das Miteinander ganz besonders wäre“, erhofft er sich viel Spielspaß und Freude beim Hobby. „Das Gespräch mit Manfred Frieg und Stefan Feldmann war dementsprechend gut.“

Vor allem sportlich soll es möglichst wieder bergauf gehen. „Die Aufgabe reizt mich schon, da steckt mehr drin“, ist der Angreifer zuversichtlich. Er selbst sieht sich eher als „mitspielenden Stürmer“ als als klassischen Torjäger. Das ist vermutlich auch ein Überbleibsel der dänischen Fußballausbildung.

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