Die Gesundheitsbehörde des Kreises gibt täglich die neu gemeldeten Infektionen mit dem Coronavirus für Lünen bekannt. © dpa
Pandemie

Coronavirus breitet sich in weiterer Stadt im Kreis Unna immer mehr aus

Mit 137 Neuinfektionen reicht die Zahl der Fälle am Freitag zwar nicht an die Höchstwerte vom Anfang der Woche heran. Deutliche zweistellige Zuwachsraten dürften aber eine weitere Stadt im Kreis Unna in Sorge versetzen.

Das Kreisgesundheitsamt vermeldete am Freitagmittag die aktuell gemeldeten Corona-Infektionen. In fünf Städten wachsen die Zahlen weiter zweistellig, neben dem bisherigen Hotspot Lünen sehr deutlich auch in einer anderen Kommune.

Drei weitere Todesfälle, die im Zusammenhang mit Corona stehen, sind zu beklagen: Verstorben sind ein Mann aus Lünen im Alter von 86 Jahren am 4. Dezember, ein Mann aus Schwerte im Alter von 63 Jahren am 3. Dezember und ein Mann aus Kamen im Alter von 85 Jahren am 27. November.

Im Zusammenhang mit Corona sind damit insgesamt 107 Menschen aus dem Kreisgebiet gestorben. Dahinter steckt auch eine Datenkorrektur: Eine am 27. November gestorbene Person tauchte fälschlicherweise in der Statistik auf.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Kreis Unna ist nach 120 am Vortag, als der Wert von 133 gesunken war, wieder spürbar auf 137 gestiegen. Seit dem Beginn der Pandemie haben sich im Kreis Unna insgesamt 7071 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Die meisten neuen Corona-Fälle meldete die Gesundheitsbehörde erneut aus Lünen. Nach 32 Neuinfektionen am Donnerstag kamen 47 weitere hinzu. Den zweitstärksten Zuwachs hat nun Kamen, das in der ersten Welle der Pandemie noch relativ glimpflich davon gekommen war. 24 neue Ansteckungsfälle wurden gemeldet.

Zweistellig wuchs die Zahl der Corona-Fälle auch in Schwerte (13), Unna (12) und Werne (12). Dagegen wies der zweite bisherige Hotspot Bergkamen mit sieben neuen Fällen nur eine mäßige Zunahme auf.

Neun weitere Ansteckungen meldet Bönen, sechs neue Corona-Fälle sind Selm zuzuordnen. Aus Holzwickede, kürzlich noch stark betroffen, ist mit fünf Fällen wieder wenig betroffen. Dauerhaft moderat bleibt der Zuwachs in Fröndenberg: Nur zwei neue Fälle kamen am Freitag hinzu.

105 Personen mehr als gestern gelten als wieder genesen. Damit steigt die Zahl der aktuell infizierten Personen auf 1944, das sind 29 mehr als am Donnerstag. Den maßgebliche 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner gibt das Landeszentrum Gesundheit mit 125,6 an.

Die Zahl der Corona-Patienten, die im Kreisgebiet stationär behandelt werden, ist am Freitag nur um eine Person auf 158 gestiegen.

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Redaktion Fröndenberg
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