21 Menschen gründen Verein für „Neue Vredener Spinnerei“

mlzIndustriegebäude

Unter dem Namen „Neue Vredener Spinnerei“ will jetzt ein Verein das ehemalige Huesker-Gebäude retten. Bei der Gründung unterschrieben 21 Vredener. Für Markus Bußmann ist das ein Erfolg.

Vreden

, 11.10.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit der Gründung des Vereins „Neue Vredener Spinnerei e.V.“ ist ein wichtiger Schritt getan. So sagt es Markus Bußmann. „Für mich ist es ein großer Erfolg, dass der Verein gegründet wurde und ich jetzt nicht mehr als Ein-Mann-Partei unterwegs bin.“ So gestärkt will er das Projekt weiter voran treiben.

Rund 40 Interessierte kamen am Mittwoch zur Vereinsgründung in die Dorfschänke. 21 unterschrieben als Gründungsmitglieder. Darunter sind, so Markus Bußmann, „Ärzte, Unternehmer, Künstler, Bauunternehmer, Ladenbauer, Landhandel und Saatguthändler, Designer, Kaufleute aus der Innenstadt, Verleger/Publizisten und einige Personen, die mit Bürgerinitiativen Erfahrung mitbrachten“.

Bauhaus-Gebäude von 1926

Markus Bußmanns Ziel ist es, die ehemalige Spinnerei Huesker, ein Industriegebäude im Bauhaus-Stil von 1926, zu retten und dort verschiedene Konzepte für einen Ort der Begegnung zu realisieren. Das Gelände ist im Besitz des Handelsunternehmens Stroetmann aus Münster. Es plant, dort ein großes Edeka-Center sowie Wohnhäuser zu bauen. Noch wird das Gebäude von der Borkener Textilfirma Bierbaum als Lager genutzt. Ende des Jahres wird das Gebäude frei und könnte dann abgerissen werden.

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Für Markus Bußmann und seine Mitstreiter ist das Huesker-Gebäude gerade wegen seiner Bauhaus-Architektur absolut erhaltenswert. Deshalb hat er auch einen Antrag auf vorläufigen Denkmalschutz gestellt. Seine Petition „Rettet die Alte Spinnerei vor dem Abriss!“ hat inzwischen mehr als 630 Unterschriften.

Grundsatzentscheidung bis Ende des Jahres

In den vergangenen Wochen hat er zudem viele Gespräche geführt. Im Bau- und Planungsausschuss am Mittwochabend wurden seine Anträge als Mitteilung der Verwaltung vorgestellt.

Die Stadt Vreden hat bereits erklärt, dass bis Ende des Jahres eine Grundsatzentscheidung zur Zukunft des Bierbaumgeländes getroffen werden soll. Es liege außerdem bereits ein Antrag eines Bürgers zur Eintragung der Huesker-Fabrik an der Ottensteiner Straße 11 in die Denkmalliste vor. Darüber soll im Fachausschuss am 21. November gesprochen werden.

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