Seine Drogensucht habe der 26-jährige Vredener bereits eingesehen. Nachdem er mit knapp 300 Gramm Marihuana festgenommen wurde, möchte er in Zukunft clean bleiben. © picture alliance/dpa/ZUMA Wire
Amtsgericht Ahaus

294 Gramm Marihuana dabei: Vredener kommt mit Bewährungsstrafe davon

Eine große Menge Marihuana und zwei Ecstasy-Tabletten hat ein Vredener mit sich geführt. Nach eigener Aussage für den eigenen Bedarf. Verurteilt wurde er zu einer Bewährungsstrafe.

Im Oktober vergangenen Jahres wurde der 26-jährige Vredener vor seinem Haus in Vreden kontrolliert. Dabei haben die Polizeibeamten 294 Gramm Marihuana und zwei Tabletten Ecstasy sichergestellt. Das Amtsgericht in Ahaus verurteile den Mann zu einer Haftstrafe von acht Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt ist.

Sein Drogenproblem gestand er direkt ein

Ohne Widerrede räumte der Angeklagte ein, die Rauschgifte mit sich geführt zu haben. Er betonte jedoch, er habe damit keinen Gewinn erzielen wollen. Er habe sie lediglich für den Eigenbedarf genutzt. Direkt zu Beginn der Verhandlung gestand sich er ebenfalls sein Drogenproblem ein.

„Ich habe schon mit 15 Jahren angefangen zu kiffen. Die Menge pro Tag hat sich dann eben immer weiter gesteigert“, erzählt der Angeklagte. Das würde zwar die 294 Gramm erklären, einen Handel jedoch noch nicht ausschließen. Der Freund, mit dem der Angeklagte im Auto saß, habe ihn nur bei einem Einkauf begleitet.

Rauschgift lag versteckt in einem Müllsack

Das Geld für die Rauschgifte habe der Vredener „auf jeden Fall nicht durch Handel“ aufgetrieben. Dafür habe er sich immer wieder Geld bei Freunden geliehen. „Die Frischhaltebeutel, die mein Mandant mit sich führte, haben auch eher die Größe, um beispielsweise Geflügel darin zu verpacken“, fügte der Verteidiger hinzu.

Da das Marihuana aber in einem Müllsack auf der Rückbank des 42-jährigen Freundes gefunden wurde, hakte der Richter noch mal nach. „Ich weiß von dem ganzen Tag nicht mehr viel. Abends habe ich mir sowieso die Kante gegeben“, erklärte der Freund aus Gescher.

Handel konnte nicht nachgewiesen werden

Demnach konnte er sich auch nicht mehr daran erinnern, ob und wann der Angeklagte das Rauschmittel in seinem Müllsack versteckte. Diesen habe er übrigens mit sich geführt, weil er sein Auto ausgemistet habe.

Somit konnte dem Angeklagten kein Handel nachgewiesen werden. Deswegen wurde er wegen geringen Drogenbesitzes verurteilt. Die Staatsanwältin hatte acht Monate Haft, die zur Bewährung ausgesetzt werden könnten, gefordert. Der Verteidiger hatte in seinem Plädoyer darum gebeten, die Freiheitsstrafe angesichts der Umstände zur Bewährung auszusetzen.

Positive Sozialprognose brachte ihm die Bewährungsstrafe

Dem folgte der Richter schließlich. Der 26-Jährige habe bereits eine Drogenberatungsstelle aufgesucht und versucht, sich in Therapie zu begeben. Daher habe der Angeklagte eine positive Sozialprognose. Zusätzlich zur Bewährungsstrafe muss er 100 Sozialstunden leisten.

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