41-Jähriger gesteht Martyrium an Kindern

Kindesmissbrauch

VREDEN Es geschah im Kinderzimmer, im Bad, im Eltern-Schlafzimmer und sogar in der Garage: Jahrelang hat sich ein Familienvater (41) aus Vreden an seinen Kindern vergangen. Das hat er am Dienstag vor der 1. Strafkammer des Landesgerichts Münster zugegeben.

von Von Martin von Braunschweig

, 06.10.2009, 19:54 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Angeklagte wirkte in diesem Moment durchaus überzeugend. Dass die Richter ihm jedoch nicht jedes Wort glauben, wurde auch klar. Zum Beispiel, als er von einem Übergriff auf seine Stieftochter berichtete, die sich im Eltern-Schlafzimmer nur mit heftigen Fußtritten vor einer Vergewaltigung durch den Angeklagten geschützt haben soll. „Zu dieser Zeit hatte es in Vreden mehrere Vergewaltigungen gegeben. Da habe ich mir gesagt: Wir üben das jetzt mal. Ich spiele den Täter, und sie soll sich wehren. Ich habe ihr natürlich vorher nichts erzählt. Ein Vergewaltiger meldet sich ja schließlich auch nicht an“, beteuerte der Mann. Die Richter quittierten die Aussage mit Kopfschütteln.

Das Martyrium der Kinder endete erst im Mai dieses Jahres, nachdem sich eines der Mädchen einem Bekannten offenbart hatte. „Daraufhin wurde ich erst von meinem Sohn und meinem Schwiegersohn verprügelt und dann festgenommen“, so der Vredener.

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