Hochspannung beim EM-Spiel gegen England: Solche Ereignisse haben in Vredens Innenstadt Seltenheitswert. © Raphael Kampshoff
Kommentar

Ärger bei der Sommerbühne: Liebe Nachbarn, hört doch auf zu meckern!

Die EM-Sommerbühne hat Leben in die sonst so triste Vredener Innenstadt gebracht. Doch die Beschwerden ließen nicht lange auf sich warten. Dafür hat Redakteur Nils Dietrich kein Verständnis.

Was ist nicht alles geredet worden. Die Vredener Innenstadt sei trostlos, gar tot, brauche Impulse. Die hat sie nun bekommen. Ja, da war richtig Leben drin. 600 Leute haben das EM-Spiel Deutschland gegen England geschaut. Im Herzen von Vreden! Wann haben wir sowas das letzte Mal gesehen?

Das ist leider nur die eine Seite der Medaille. Einige Nachbarn fühlten sich gestört von dem lebendigen Treiben auf dem Marktplatz. Sie riefen mehrfach das Ordnungsamt.

Es ist einerseits nachvollziehbar, wenn sich Menschen aus der direkten Umgebung von Konzerten und Public Viewing gestört fühlen. Andererseits: Wer mitten in der Innenstadt wohnt, muss damit leben, dass hier öffentliche Veranstaltungen stattfinden.

Und bei Ereignissen wie der EM-Sommerbühne handelt es sich um eine Ausnahme, nicht um den Normalfall. Die Feierlichkeiten zogen sich nicht bis tief in die Nacht hin. Das Konzert musste um 23 Uhr beendet werden. Die Veranstalter und die Stadt haben an dieser Stelle ausreichende Maßnahmen für einen Interessenausgleich ergriffen.

Kann man mehr verlangen? Nein! Sonst findet die Sommerbühne das nächste Mal auf der grünen Wiese statt. Dort stört sie niemanden – und in Vredens Innenstadt herrscht wieder Friedhofsruhe.

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