Akute Notfallversorgung bleibt vorhanden

Krankenhaus

Zum 1. März ist die Abteilung für Unfall- und orthopädische Chirurgie von Vreden ins St. Marien-Krankenhaus Ahaus verlagert worden. Was bedeutet das für die Patienten aus Vreden? Was zum Beispiel für einen Einwohner aus Ammeloe oder Zwillbrock, der sich ein Bein bricht?

VREDEN

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 05.03.2012, 18:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Matthias Becker, Geschäftsführer der St.-Marien-Krankenhaus Ahaus-Vreden GmbH, und Prokurist Werner Lentfort (r.) äußerten sich zur ab März geändertenStruktur der beiden Standorte.

Matthias Becker, Geschäftsführer der St.-Marien-Krankenhaus Ahaus-Vreden GmbH, und Prokurist Werner Lentfort (r.) äußerten sich zur ab März geändertenStruktur der beiden Standorte.

Auf den Veranstaltungen wie auch im Pressegespräch zeigten sich beide überzeugt: Die Zukunft als internistisches Fachkrankenhaus trage zur Standortsicherung in Vreden bei. Dies vor dem Hintergrund schwieriger werdender Rahmenbedingungen, die mit ein Grund für die neue Struktur seien, verhehlte Matthias Becker nicht. Aber die Konzentration der Chirurgie in Ahaus habe einen Vorteil, der beachtet werden müsse: So werde der zunehmenden Spezialisierung Rechnung getragen und die Fachärzte – fünf an der Zahl – könnten gebündelt in Ahaus ihre Leistungen erbringen und ihr Wissen an den medizinischen Nachwuchs weitergeben. Damit werde der zunehmenden Spezialisierung der Viszeral- und Unfallchirurgie/Orthopädie Rechnung getragen. Diese Voraussetzung sei in der ländlichen Region nicht zu vernachlässigen.

Die geriatrische Abteilung – der neue Schwerpunkt – wird rege nachgefragt. „Wir spüren, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben“, zog Geschäftsführer Matthias Becker Zwischenbilanz. Gestartet war das Vredener Krankenhaus am 1. Juli mit 14 Betten, erweiterte auf 20 und hält nun knapp 38 vor – wenn ab August auch die OP-Räume der Plastischen Chirurgie zur Verfügung stehen, sind 50 Betten das Ziel, zeichnete Prokurist Werner Lentfort den schon beschrittenen und noch vorausliegenden Weg nach. Mit einer Bettenzahl von 50 biete man eine gute Struktur, so Becker. Die ehemaligen OP-Räume sollten unter anderem als Therapieräume genutzt werden. Das Mediziner-Team um Chefarzt Dr. Bernd Dorn sei auf fünf angewachsen, beantwortete Lentfort die Frage nach dem Personal. Drei Ergotherapeuten wurden neu eingestellt, das Team für Pflege und Physiotherapie sei vorhanden gewesen. Sukzessive solle der Bereich umgebaut werden. Dass es wegen des großen Zuspruchs auf die Geriatrie-Betten in der Übergangsphase zu räumlichen Engpässen in der Chirurgie gekommen sei, wollten Becker und Lentfort nicht bestätigen: Engpässe gebe es im Winterhalbjahr öfter. Und im ersten Quartal werde vieles Geplante durchgeführt, weil keine Ferienzeit ist. Und Notfälle kämen dann noch oben drauf.

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