Umbau am Marktplatz: Alfreds und Emils sollen im September öffnen

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Das Restaurant Alfreds und die Vinothek Emils am Vredener Marktplatz sollen im September öffnen. Wir haben einen Blick auf die Baustelle geworfen. Es hat sich schon vieles verändert.

Vreden

, 29.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von dem vielen Holz, den tiefen Decken, den Podesten, den dunklen Möbeln und der riesigen Theke in der Mitte des Raumes ist nichts mehr übrig. Stattdessen zeigt ein Blick ins Innere des Alfreds am Vredener Marktplatz, wie groß und hell der Raum eigentlich ist. Björn Kemper hat das Restaurant übernommen und baut hier seit Anfang des Jahres um.

Der Raum wirkt durch die hohen Decken und ohne das viele Holz deutlich größer als vorher.

Der Raum wirkt durch die hohen Decken und ohne das viele Holz deutlich größer als vorher. © Victoria Garwer

Eigentlich sollte das Alfreds schon im Mai eröffnen, doch das Coronavirus kam dazwischen. „Mai wäre sowieso schon sehr sportlich geworden. Mit der Pandemie haben wir dann entschieden, dass wir ein bisschen auf die Bremse drücken“, sagt Björn Kemper. Er sei in der luxuriösen Situation, dass er mit dem Restaurant kein Geld verdienen muss. „Wir tun das hier nicht für unseren Lebensunterhalt, sondern für Vreden.“

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Björn Kemper ist Geschäftsführer des Vredener Unternehmens Kemper Absaugtechnik. „Uns hat die Krise hart getroffen. Da wäre es auch ein falsches Zeichen für die Mitarbeiter gewesen, wenn wir hier weiter kräftig investiert hätten“, meint er.

Suche nach Mitarbeitern ist gestartet

Nun soll das Alfreds und auch die angrenzende Vinothek Emils ab Anfang September öffnen – täglich vom Mittagstisch bis abends. „Wir sind gerade dabei, Mitarbeiter zu suchen“, erzählt Björn Kemper. Dass das wegen des Fachkräftemangels in der Gastronomie ein Problem werden könnte, glaubt er nicht. „Wir können sehr gute Bedingungen.“

Die ersten Fliesen in den Sanitärbereichen hängen schon an der Wand.

Die ersten Fliesen in den Sanitärbereichen hängen schon an der Wand. © Victoria Garwer

Ein großer Bereich hinter dem Restaurant ist deswegen auch für die Mitarbeiter reserviert. Es gibt Umkleiden, Duschen und einen großen Aufenthaltsraum. Nichts erinnert mehr an die engen Flure und Räume in dem alten Imbiss Alfreds Grill.

Erst einmal alles rausgerissen in Alfreds Grill

Tatsächlich haben die neuen Betreiber erst einmal alles rausgerissen: Wände, Decken, Boden, Mobiliar. „Es wurde alles verschenkt, verkauft oder verschrottet“, so Björn Kemper. Zum Vorschein ist das Potenzial der Räumlichkeiten gekommen. Die Decken sind deutlich höher als gedacht, die Fenster bringen viel Licht ins Gebäude.

Vor der Wand soll die Theke entstehen, dahinter die Küche. Sie soll offen bleiben und für die Gäste einsehbar sein.

Vor der Wand soll die Theke entstehen, dahinter die Küche. Sie soll offen bleiben und für die Gäste einsehbar sein. © Victoria Garwer

Noch sieht es ziemlich nach Rohbau aus, dabei ist schon einiges passiert. Die Elektronik wurde erneuert, an den Decken hängen neue Heiz- und Klimageräte. Die Wände wurden schon weiß gestrichen. „In zwei Wochen kommt eine Wandkünstlerin, die die Wände gestaltet. Das ist kein einfacher Anstrich, das ist wirklich eine Gestaltung“, meint Björn Kemper.

Modern, klar aber nicht ungemütlich soll es werden

So hell wie es jetzt ist, wird es aber wohl nicht bleiben. Dunkler soll es werden, aber dadurch auch gemütlicher. Neue Möbel, nicht zu viele, dass es überladen wirkt, aber auch nicht zu wenige, sodass es kalt wirkt. „Es wird sehr klar, modern und aufgeräumt. Industrial Style würde man das wohl nennen. Aber auch sehr gemütlich“, sagt der neue Betreiber. Nur eines werde es auf keinen Fall: rustikal.

Um die zwei Lokale für das Alfreds und das Emils miteinander zu verbinden, musste eine dicke Wand durchbrochen werden.

Um die zwei Lokale für das Alfreds und das Emils miteinander zu verbinden, musste eine dicke Wand durchbrochen werden. © Victoria Garwer

Die Atmosphäre soll dabei immer locker und lässig bleiben. Das gilt auch für die Vinothek Emils. Eine lange Theke planen Vater und Sohn Kemper hier, sodass Besucher mit ihrem Glas Wein auch mal alleine Platz nehmen und das Treiben auf dem Marktplatz beobachten können.

Speisekarte sollen viele Besonderheiten bieten

Björn Kemper hat in den vergangenen Wochen auch die Speisekarte weiter entwickelt. „Natürlich wird es auch Schnitzel oder vielleicht eine Currywurst geben, aber eben anders.“ Regional soll es sein, außergewöhnlich, ausgewogen und auch mal gesund. Trends möchte Björn Kemper ebenso aufnehmen, zum Beispiel mit alkoholfreien Weinen.

Nur eines bleibt bei all den Veränderungen wie es ist: die Fassade des Alten Amtsgerichts mitsamt Eingangstür. Die steht nämlich unter Denkmalschutz.

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