Alles bunt gemixt

Vreden Eine alte Ladenwaage ragt aus dichtem Farn hervor, ein paar Meter weiter lässt eine betagte Handpumpe unter einem blühenden Hortensienstrauch Wasser in ein Sandsteinbecken laufen - alles "beobachtet" vom kühlen Blick eines steinernen Frauenkopfes neben einem bepflanzten Blumentopf: Romantik und Natürlichkeit sind in Anneliese Kisfelds Gartenparadies im Einklang.

11.07.2008, 18:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

<p>Auf der Holzliege genießt Anneliese Kisfeld in stillen Stunden ihr Garten-Paradies in Ammeloe. Lukas (8), Lena (10) und Leon (3) leisten ihr Gesellschaft.  MLZ-Fotos (11): Winter-Weckenbrock/Sutova</p>

<p>Auf der Holzliege genießt Anneliese Kisfeld in stillen Stunden ihr Garten-Paradies in Ammeloe. Lukas (8), Lena (10) und Leon (3) leisten ihr Gesellschaft. MLZ-Fotos (11): Winter-Weckenbrock/Sutova</p>

"Irgendetwas blüht immer." Anneliese Kisfeld lässt den Blick über ihren Garten im Außenbereich Ammeloes schweifen. Der ist bunt - "so bunt gemixt wie früher ein Bauerngarten eben", erzählt die 42-Jährige. Schon als Kind habe sie sich für den Garten ihrer Eltern interessiert und nun vieles mitgenommen beim Gestalten des rund 1500 Quadratmeter großen Geländes. So wächst der Rosenstrauch neben Frauenmantel, Salbei, Lavendel - "auch Katzenminze passt immer", weiß Kisfeld. Königskerzen haben sich auf dem Gelände schon selbst ausgesät und sorgen neben Stockrose, Sonnenhut oder Taglilien für Abwechslung. Seit 1991 wohnen Gregor und Anneliese Kisfeld auf dem ehemaligen Hof auf einer sanften Anhöhe, seit etwa sechs Jahren ist die vierfache Mutter dabei, das Gelände rund um das Haus in ein "Schmuckkästchen der Natur" zu verwandeln. Ihre Handschrift: Alles sieht natürlich und bunt aus, auch wenn das Meiste wohlüberlegt und arrangiert ist.

Liebe zum Detail

Mit viel Liebe zum Detail kombiniert Anneliese Kisfeld allerlei Trödel und altes Gerät mit blühenden Blumen und grünen Blättern. Ein alter Pflug wird von Taglilien umlagert, ein Viehpott dient als überdimensionaler Blumentopf, die alten Küchenfliesen zieren den Boden im gemauerten Pavillon - "Was willst Du denn mit dem alten Pröttel" habe man sie schon oft gefragt, lacht Kisfeld.

Vom Bauerngarten geht es leicht hinunter in den schattigen "Waldgarten", wo nicht nur der Farn, sondern auch die Funkien (Hosta) prächtig gedeihen. Hosta haben es der Ammeloerin besonders angetan - über 100 Sorten davon kann man in ihrem Garten finden.

"Kinder-Garten"

Über dem Waldgarten ist das Reich von Lisa, Lena, Lukas und Leon: Die Kinder haben Zierkürbisse, Kartoffeln und Co. angebaut und warten gespannt auf die Erntezeit. Sie wissen schon, dass Garten mit Arbeit zu tun hat. Anneliese Kisfelds Mann Gregor schneidet den Rasen und die Buchenhecke, den Rest erledigt sie. Im Frühjahr gebe es das meiste zu tun, erzählt die Gartenfreundin. Aber für sie zählt der Spruch: Wenn es Spaß macht, ist es ja nur die halbe Arbeit. ewa

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