Alles läuft nach Plan auf der Großbaustelle

Kulturhistorisches Zentrum

Mitten im Herzen Vredens wächst der Koloss: das neue Kulturhistorische Zentrum. Eine Baustelle, die jetzt schon weit über ein halbes Jahr quasi Teil der Stadt ist. Was Anwohner, Passanten und Bauarbeiter davon halten, hat Meike Kühlkamp herausgefunden. Sie war eine Stunde vor Ort, um Eindrücke zu sammeln, wie das Leben rund um die Baustelle aussieht.

VREDEN

von Von Meike Kühlkamp

, 13.10.2015, 18:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist Dienstag. Das heißt: Karten auf den Tisch. Im Container 1 treffen sich Architekten, Bauleiter, Vertreter der Stadt und des Kreises Borken. Und dann wird Bilanz gezogen: Wie weit sind wir? Was steht als nächstes an? Was läuft gut, wo hakt es? "Bisher läuft alles wie geplant. Wenn das so weiter geht, kann die Eröffnung am 9. Dezember 2016 stattfinden." Bauleiter Peter Hesse ist zufrieden: "Bis zum Ende des Jahres wollen wir den Rohbau regendicht haben. Bislang gab es keine Schwierigkeiten oder größeren Unglücke. Ich denke, wir können alle unsere Zieltermine gut einhalten.

Ausblick vom Garten auf die Baustelle

Dass es nebenan ordentlich voran geht, hat auch schon das Ehepaar Völkering mitbekommen. Dank ihrer Gartenaussicht direkt auf die Baustelle, fährt kein neuer Kran oder Bagger unbemerkt an ihnen vorbei. "Die ersten Arbeiten fanden ja unter der Erde statt. Da konnte man als fachfremder Zuschauer natürlich kein großes Weiterkommen beobachten. Das ist nun anders. Jetzt kann man eigentlich jeden Tag irgendetwas Neues entdecken", erzählt Anton Völkering. "Das bisschen Krach stört uns nicht im Geringsten, ganz im Gegenteil: die Baustelle ist sehr interessant und man trifft immer wieder neue Leute, die vorbeikommen, um zu arbeiten oder einfach mal zu schauen, was da passiert", so Agnes Völkering.

Gespannt auf die Veränderungen

Zu diesen Leuten gehört auch Norbert Rabenau. Er lebt seit 21 Jahren in Vreden und freut sich, dass sich endlich mal was tut: "Ich komme oft an der Baustelle vorbei. Man sieht das Gebäude regelrecht wachsen von Tag zu Tag. Ich finde gut, dass im Kulturhistorischem Zentrum demnächst alles zusammenkommt." Als ehemaliger Besucher des Hamaland-Museums ist er auf die Veränderungen gespannt. Gespannt ist auch Hans Baumeister. Wenn jemand weiß, was die Vredener von ihrer Großbaustelle halten, dann ist er es. Grund dafür ist sein Job. "Ich bin der Hausmeister der Kirchengemeinde." Während der täglichen Arbeiten, die er rund um die Baustelle verrichten muss, bekommt er einiges mit. "Die Meinungen unter den Leuten sind unterschiedlich. Die ältere Generation kann sich meist mit dem Design des Hauses nicht ganz anfreunden. Ich glaube, die Mehrheit wartet aber mit Spannung auf das, was da entsteht." Er persönlich tausche sich regelmäßig mit dem Hausmeister des Museums aus. "Wenn man täglich immer mitten im Geschehen ist, ist das durchaus spannend."

Um 12 Uhr ist Pause

12 Uhr, Mittagszeit. Wer jetzt die Baustelle besucht, trifft die Bauarbeiter mit Kaffetasse vor den Containern. Polier Jürgen Redlich schaut vorbei und sieht nach dem Rechten: "Zurzeit bin ich für die Organisation und Koordination von 17 Mitarbeitern verantwortlich." Auch er ist im Ganzen zufrieden mit seinen Leuten: "Wir kommen gut und zügig voran, da gibt es wirklich nichts zu meckern." Doch jetzt heißt es erstmal: Kaffee raus und ein kurzes Päuschen, bevor das große Treiben rund um Vredens Koloss weitergeht.

 

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