An der Overbergstraße soll auf einem Teilstück Tempo 30 eingerichtet werden - im Bereich der St.-Felicitas-Schule und des Jugendcampus. © Markus Gehring
Verkehr in Vreden

Anwohner-Protest hat Erfolg: Tempo-30-Zone an der Overbergstraße kommt

Auf diese Nachricht haben Anwohner der Overbergstraße lange gewartet. Der Kreis gab schließlich nun seine Zustimmung, dort eine Tempo-30-Zone einzurichten.

Für Anlieger der Vredener Overbergstraße ist die hohe Verkehrsbelastung ein jahrelanges Dauerthema. Doch nun gibt es Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation. Der Kreis Borken – als zuständige Behörde – hat zu guter Letzt sein Einverständnis zur Einrichtung einer Tempo-30-Zone gegeben.

Viele Autofahrer nutzten den „Innenstadtring“ als Abkürzung, um Ampeln auf der B 70 zu umfahren. Außerdem, so der Vorwurf der Anwohner, würden viele zu schnell fahren, was gerade für die Kinder eine Gefahr sei. Schließlich liegen an der Straße Jugendcampus, Kindergarten und St.-Felicitas-Schule.

Anwohner sammelten Unterschriften

In den letzten Jahren wendeten sich Anwohner deshalb mehrfach an die Stadt. Zuletzt sammelten Anfang des Jahre die Anwohner Heinz Wilmes und Christoph Brüning Unterschriften und sendeten sie mit einem ausführlichen Schreiben an Bürgermeister Tom Tenostendarp. Sie regten an, auf der Overbergstraße und der Beatrixstraße Tempo-30 einzuführen. In einem Gespräch sagte Tenostendarp zu, die Möglichkeiten dafür auszuloten. Nun also mit Erfolg.

Nach einer Verkehrsschau im Juni bat der Kreis die Stadtverwaltung um eine schriftliche Begründung für die Temporeduzierung, erklärte der Erste Beigeordnete, Bernd Kemper, auf Nachfrage. In einem vierseitiges Papier habe die Stadt ihre Gründe dargelegt. Dabei habe man sich die Regelung zu nutze gemacht, die die Einrichtung von Tempo-30-Zonen vor Schulen und Kindergärten vorsieht.

Britta Wehr zählt die Autos an der Overbergstraße. Die Nachbarschaft hat sich in Schichten aufgeteilt. Jede Schicht dauert zwei bis drei Stunden.
Britta Wehr zählt die Autos an der Overbergstraße. Die Nachbarschaft hat sich in Schichten aufgeteilt. Jede Schicht dauert zwei bis drei Stunden. © Markus Gehring © Markus Gehring

Zwar liegen die Haupteingänge der St.-Felicitas-Schule und des Jugendcampus nicht an der Overbergstraße. „Deshalb hatte sich die Kreisverwaltung zunächst mit einer Zustimmung schwer getan. Sie ist aber schließlich unserem Argument gefolgt, dass das Gefahrenpotenzial gleichwohl vorhanden ist, weil die Einrichtungen dennoch an der Straße liegen.“

200 Meter im Bereich von Schule und Kindergarten

So wird es nun eine Zone von 100 Metern in beide Richtungen von Schule und Kindergarten geben, in denen Fahrzeuge maximal Tempo 30 fahren dürfen.

„Mit dem 200 Meter langen Abschnitt können wir dem Wunsch der Anlieger zumindest in weiten Teilen entgegenkommen“, sagt Kemper. „Durch die Temporeduzierung wird es für die Kinder sicherer. Zudem hoffen wir dadurch auf eine gewisse Rückverlagerung des Verkehrs auf den Ring.“

Das Vorhaben soll zügig umgesetzt werden. Der Beigeordnete. „Die Verkehrsschilder sind bereits bestellt. Sobald sie eintreffen, werden sie installiert.“

Beim Fahrverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen hat die Stadt nachgebessert. Die Beschilderung wurde so geändert, dass eine Anlieferung per Lkw für Anlieger wieder möglich ist.

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