Der städtische Bauhof installiert in der Vredener Innenstadt aktuell die Weihnachtsbeleuchtung. © Stadtmarketing Vreden
Weihnachtliche Innenstadt

Auch „Budenzauber“ abgesagt, aber in Vredener Innenstadt greift Plan B

Eiszeit abgesagt, Budenzauber-Pläne verworfen: Trotzdem möchte das Stadtmarketing Vreden in der Adventszeit in der Innenstadt eine besondere Stimmung erzeugen. Nun greift Plan B.

Das Wetter wäre eigentlich perfekt gewesen für die Eröffnung der Vredener Eiszeit-Saison, die eigentlich am vergangenen Sonntag eingeläutet hätte werden sollen. Doch schon Mitte Oktober teilten die Organisatoren mit, dass die Veranstaltung in diesem Jahr dem Coronavirus zum Opfer fallen muss. Beim Stadtmarketing Vreden machte man sich im Hintergrund Gedanken, wie man trotz der Pandemie dennoch für weihnachtliche Stimmung in der Innenstadt sorgen kann.

Keine einfache Aufgabe für Geschäftsführerin Karin Otto und ihr Team. Denn die Regeln und Auflagen änderten sich ständig, erst an diesem Mittwoch ist die Aktualisierung der Corona-Schutzverordnung von Bund und Ländern beschlossen worden. „Unabhängig von den Vorschriften tragen wir natürlich aber auch so eine Verantwortung für die Vredener Bürger und Bürgerinnen. Deswegen mussten wir genau schauen, was in diese Zeit passt und was eher nicht“, sagt Karin Otto.

Und so wurden die Planungen für einen kleinen „Budenzauber“ mit mehreren Hütten in der Innenstadt wieder verworfen. Die Geschäftsführerin des Stadtmarketings erklärt: „Wir haben uns eng mit dem Ordnungsamt abgestimmt und beschlossen, dass es so keinen Sinn ergibt. Um ehrlich zu sein, hatte es sich in dem Augenblick weitgehend erledigt, als die Eiszeit abgesagt wurde.“

Resignation keine Option

Resignation ist für Karin Otto trotzdem keine Option. „Wir wollen ja trotzdem unsere Innenstadt attraktiv gestalten und für eine gewisse Belebung sorgen, um den lokalen Einzelhandel zu stärken. Sonst wird am Ende nur wieder der Online-Handel profitieren, was wir unbedingt verhindern wollen.“ Daher präsentiert das Stadtmarketing nun ein neues Konzept, das nach eigenen Angaben „komplett coronafest“ ist. Im Zentrum steht der Slogan: „Deine Stadt! Kauf lokal!

In dem kleinen Lädchen an der Wassermühlenstraße gibt es weihnachtliche Kleinigkeiten zu kaufen wie Marmeladen und Dekoartikel.
In dem kleinen Lädchen an der Wassermühlenstraße gibt es weihnachtliche Kleinigkeiten zu kaufen wie Marmeladen und Dekoartikel. © Stadtmarketing Vreden © Stadtmarketing Vreden

Der städtische Bauhof ist aktuell schon dabei, in der Innenstadt rund 120.000 Leuchtelemente anzubringen. Am kommenden Samstag, 28. November, erhält dann „Horst“ – der große Vredener Weihnachtsbaum – Einzug auf den Marktplatz. Die Verantwortlichen der Ideenfabrik haben sich in Absprache mit der Stadt diese schon zur Tradition gewordene Aktion nicht nehmen lassen. „Trotz oder gerade wegen Corona ein sichtbares Zeichen der Hoffnung im Advent“, heißt es in einer Pressemitteilung. Der gesellige Teil, das gemeinsame Schmücken, kann allerdings nicht stattfinden. Daher sind nun alle Vredener eingeladen, „Horst“ ab Samstag einen Besuch abzustatten und mit selbst gebastelter Deko zu verzieren.

Ein weiteres Angebot: der digitale Adventskalender. In Zusammenarbeit mit einem Ahauser Softwareentwickler verlosen die Vredener Einzelhändler jeden Tag attraktive Preise. Auf der Homepage (www.vreden-verbindet.de) kann zwischen dem 1. und 24. Dezember jeden Tag ein virtuelles Türchen geöffnet werden. Der Gewinn befindet sich dann automatisch in der App und kann innerhalber einer Woche direkt in den Geschäften gegen Vorlage eingelöst werden. Einzige Bedingung: Es braucht dafür ein Smartphone.

Kleines Weihnachtslädchen in der Wassermühlenstraße

Auf Initiative der St.-Felicitas-Schule hat außerdem in der Wassermühlenstraße ein kleines Pop-up-Weihnachtslädchen eröffnet. „Aufgrund der coronabedingten Absage des Adventsbasars mussten Alternativen gefunden werden“, schreibt die Schule. Daher läuft noch bis zum 19. Dezember der Verkauf von weihnachtlichen Dekoartikeln im ehemaligen Geschäft Schuhart, Wassermühlenstraße 19. Die Räumlichkeit wurde für einen Monat angemietet. „Die Artikel werden regelmäßig nachgefüllt, daher lohnt es sich bis zum letzten Tag, einmal vorbei zu schauen“, heißt es auf der Homepage.

Über den Autor
1991 in Ahaus geboren, in Münster studiert, seit April 2016 bei Lensing Media. Mag es, Menschen in den Fokus zu rücken, die sonst im Verborgenen agieren.
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Johannes Schmittmann

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