Aufbruch geglückt

Vreden Kirchengeschichte wurde am gestrigen Sonntag geschrieben: Die sieben katholischen Vredener Pfarrgemeinden sind zur neuen Gemeinde St. Georg fusioniert.

09.09.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über 20 Fahnen- und Bannerabordnungen, mehr als 80 Messdiener aus allen Gemeinden und 16 pastorale Mitarbeiter und Priester zogen vor Weihbischof Prof. Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst in die festlich geschmückte Pfarrkirche St. Georg ein, um gemeinsam mit mehr als 1300 Gottesdienstbesuchern diese denkwürdige Messfeier zu erleben. Dechant Guido Wachtel begrüßte alle Anwesenden und dankte für die Kooperation und Mitarbeit zahlreicher Gemeindemitglieder während der vergangenen Monate.

Neues Taufbuch

Das Ende der einzelnen Pfarrgemeinden symbolisierten die geschlossenen Kirchenbücher, die von Gemeindevertretern in den Chorraum getragen wurden. Der letzte Täufling der Georgsgemeinde kam mit seinen Eltern und brachte das Taufregister. Gerhard Derking aus Oldenkott drückte an dieser Stelle seine Zuversicht aus, dass die Fusion zum Zusammenwachsen aller führen werde. Ein Höhepunkt während des beeindruckenden Gottesdienstes: das Verlesen der Fusionsurkunde und die Unterschrift auf der ersten Seite des Taufbuches der neuen Georgspfarrei durch den Weihbischof.

In seiner Predigt sprach Tebartz-van Elst vom "rechten Bemühen um eine neue Mitte", das eine "geistliche Mitte erlebbar macht, aus der allein die Kraft zum Aufbruch auf Neuland kommen kann". Er machte der nun rund 19 000 Gemeindemitglieder zählenden Pfarrei Mut: "Vertraut den neuen Wegen, die der Herr uns weist."

Symbolische Handlung

Eine weitere symbolische Handlung folgte zur Gabenbereitung, als weitere Vertreter der nun ehemaligen Pfarrgemeinden die ausgedienten Pfarrsiegel zum Altar brachten. Zum Ende des Fusionsgottesdienstes erhielten alle hauptamtlichen Priester und pastoralen Mitarbeiter ihre Ernennungsurkunden. Dechant Guido Wachtel steht der Großgemeinde als Pfarrer vor, Ansgar Drees, Kurt Otto und Matthias Wiemeler fungieren als "Vicarius Cooperator" und Thomas Hatwig behält den Titel "Kaplan". Ein besonderer Dank des Weihbischofs ging an die emeritierten Priester Vredens.

Für einen musikalischen Hochgenuss sorgten mehr als 120 Sänger der Kirchenchöre aus allen sieben Gemeinden unter der Leitung von Organist Josef Janning und der junge Chor "Si tacemus" aus Lünten. Im Anschluss an die liturgische Feier beglückwünschte Bürgermeister Hermann Pennekamp die neue Gemeinde und betonte das gute Miteinander von Kirche und Stadt. Bei der Begegnung auf dem Kirchplatz stimmten viele dem Weihbischof zu: "Wage den Aufbruch, den dein Leben braucht. Lebe in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Christus bleibt derselbe, auch wenn sich etwas ändert." rem

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